Passgenaue Verpackungen per  3D-Druck für nachhaltige Logistik - DBU fördert Startup Palprint mit 125.000 Euro

Übergroße Einwegverpackungen sind nach wie vor Standard in der industriellen Logistik. Das Startup Palprint aus Paderborn will dies ändern und erarbeitet ein System für einen nachhaltigen Verpackungskreislauf – mit passgenauen Verpackungen per 3D-Druck aus recyceltem PET. Nach Nutzung dienen sie nahezu vollständig wieder als Rohstoff für neue Verpackungen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Startup mit 125.000 Euro. Ab morgen (Montag) ist Palprint gemeinsam mit der DBU in München auf der dort beginnenden Fachmesse für Umwelttechnologien IFAT vertreten.

 

Eine funktionierende Logistik ist für viele Branchen in Deutschland „Motor für erfolgreiches Wirtschaften“, sagt DBU-Generalsekretär Alexander Bonde.  „Transport, Umschlag und Lagerung von Gütern bieten zugleich viele Komponenten für mehr Nachhaltigkeit – und zudem Optionen für wirtschaftliche Optimierung“, so Bonde weiter. Einen solchen innovativen Ansatz entwickelt das Startup Palprint – eine Ausgründung aus der Garage33, dem Gründungszentrum der Universität Paderborn.

 

Das junge Unternehmen konzentriert seine Tätigkeit derzeit auf den Maschinen- und Anlagenbau, um speziell dieser Branche die Fertigung individueller Verpackungen per 3D-Druck zu ermöglichen. Hierbei werden Materialen in einem Drucker Schicht für Schicht aufgetragen, um dreidimensionale Objekte herzustellen. Die Palprint-Gründer Paul Lindner und Andreas Ribul-Olzer: „Wir stellen Verpackungen in den Firmen passgenau für das jeweilige Bauteil her.“ Die Basis sei recyceltes PET – ein Kunststoff, der auch bei vielen Ein- und Mehrwegflaschen zum Einsatz kommt. Gelöst werden soll auf diese Weise folgende Herausforderung: „Oft bestellen Firmen große Mengen standardisierter Verpackungen, die für die speziellen Bauteile im Maschinenbau nicht gemacht sind und Übergröße haben“, erklären die Palprint-Gründer. „Diese Verpackungen müssen aufwändig gelagert werden und landen nach einmaligem Benutzen im Müll.“ Durch die 3D-Methode will Palprint derartigen Abfall erheblich minimieren.

 

Neben der Fertigung passgenauer Verpackungen in Auftragsfertigung bietet PALPRINT vor allem eine Systemlösung: Je nach Kundenbedarf liefert das Startup 3D-Drucker von Partnerunternehmen samt eigener Software und Materialversorgung und stellt diese als Gesamtsystem zur Verfügung. Ribul-Olzer: „Mithilfe solcher Systeme kann ein Betrieb für das zu verpackende Maschinen- oder Ersatzteil mit 3D-Daten automatisiert Verpackungen generieren und direkt vor Ort passend drucken Angelegenheit. Doch unser Schaum expandiert bis zu 75 Prozent schneller auf die gewünschte Größe bei bis zu 90 Prozent geringerem Gewicht “, so Ribul-Olzer. Auf diese Weise könne das Unternehmen auch große Volumen in Angelegenheit. Doch unser Schaum expandiert bis zu 75 Prozent schneller auf die gewünschte Größe bei bis zu 90 Prozent geringerem Gewicht “, so Ribul-Olzer. Auf diese Weise könne das Unternehmen auch große Volumen in Styropor-Haptik zügig herstellen. Der Palprint-Mitgründer weiter: „Das Material bleibt recyceltes PET. Der Schaum kann wieder eingeschmolzen und für neue Verpackungen verwendet werden.

 

Palprint peilt zudem den Aufbau eines Recycling-Kreislaufs an: „Ab einer gewissen Menge benutzter Verpackungen aus unserem System holen wir den Müll mit ausgewählten Partnerunternehmen ab, recyceln ihn und verwenden ihn wieder als neuen Rohstoff“, erklärt Lindner. Die Verpackungen des Startups werden laut dem Mitgründer „nahezu 100 Prozent aus recyceltem PET hergestellt. Das vereinfacht das Recycling erheblich, da keine Materialien getrennt werden müssen“. So würden wichtige Rohstoffe langfristig im Kreislauf gehalten und Kunststoffabfälle minimiert. Auch der Transport- und Lageraufwand reduziert sich nach Lindners Worten deutlich: „Einzig die Kunststoff-Rezyklate müssen angeliefert werden. Diese lassen sich platzsparend transportieren und lagern.“ Ebenfalls geplant seien mehrfach verwendbare Verpackungen und ein zugehöriges Pfandsystem. Lindner weiter: „All diese Ansätze sorgen durch Kreislaufwirtschaft, Materialeinsparung und Müllvermeidung für aktiven Umweltschutz – gleichzeitig soll sich das System für Unternehmen finanziell mehr lohnen als der Ankauf und die Lagerung immer neuer Einwegverpackungen.“

 

Mit der Green Startup-Förderung unterstützt die DBU Gründerinnen und Gründer, die auf innovative und wirtschaftlich tragfähige Weise Lösungen für Umwelt, Ökologie und Nachhaltigkeit entwickeln. Mehr Informationen gibt es unter https://www.dbu.de/startup.

Prologis hat in Herne seinen Grundstein gelegt

Feierlich wurde der Grundstein im Beisein von Prologis-Mitarbeitern, Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda und Dr. Dirk Drenk von der Herner Wirtschaftsförderung in die Erde gesenkt. Der Bau einer Logistikanlage mit zwei Gebäuden, die zusammen rund 20.500 Quadratmeter umfassen, ist damit offiziell gestartet.

 

Man kann schon die Anfänge der Bauten sehen und erahnen, wie alles später aussehen wird. Das Projekt entsteht auf einer 36.400 Quadratmeter großen Industriebrache, die seit 2020 ungenutzt ist, und soll Ende 2026 abgeschlossen werden.

 

„Mit der Investition von Prologis entsteht auf einer traditionellen, jedoch seit Jahren brachliegenden Gewerbefläche an der Südstraße ein modernes Logistikzentrum. Das ist ein weiterer wichtiger Impuls für den Wirtschaftsstandort Herne. Zugleich leistet die hier entstehende Logistikfläche einen wesentlichen Beitrag zur Stabilität von Lieferketten in einer unsicheren Welt und zur Versorgung von Unternehmen und Bürgerinnen und Bürgern – und das auf eine nachhaltige und ressourcenschonende Weise“, freut sich Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda über die Realisierung des Projekts.

 

Ausschlaggebend für Prologis war die gute Lage. Der Standort an der A43 verfügt über eine direkte Anbindung an die Autobahn A2, die von den Niederlanden bis nach Osteuropa verläuft. Der Flughafen Dortmund ist rund 35 Kilometer entfernt. Das Ruhrgebiet mit rund 5,1 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern gehört zu den gefragten und zugleich flächenknappen Logistikmärkten Deutschlands. Die dichte Infrastruktur mit Autobahnen, Schiene, Flughäfen und Binnenhäfen schafft kurze Wege zu wichtigen Absatz- und Beschaffungsmärkten und macht die Region für Industrie, Handel und Logistik attraktiv. Gerade deshalb gewinnen Revitalisierungen bestehender Flächen an Bedeutung.

 

„In gut angebundenen Lagen des Ruhrgebiets sind verfügbare Flächen knapp. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach modernen Logistikflächen hoch – insbesondere dort, wo Unternehmen nah an Kunden, Arbeitskräften und Verkehrsachsen sein müssen“, sagt René Faber, Director Capital Deployment bei Prologis. „Mit dem Projekt in Herne wird eine brachliegende Industriefläche wieder nutzbar gemacht – für Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen und mit unterschiedlichen Anforderungen.“

 

Zudem schafft Prologis die Infrastruktur für Ladestationen für Elektroautos der künftigen Mitarbeitenden sowie Lieferfahrzeuge und Lkw und bietet damit Voraussetzungen für den Einsatz elektrifizierter Fahrzeugflotten.

 

Ein Gründach und eine Photovoltaikanlage mit 1 MW sind Teil des Energiekonzepts des Standorts. Sie unterstützen eine energieeffiziente Gebäudenutzung, schaffen Zugang zu erneuerbarer Energie und können die Energiekosten künftiger Nutzer senken. Beide Gebäude lassen sich flexibel nutzen und eignen sich sowohl für Multi-User-Konzepte als auch für kundenspezifische Lösungen.

 

www.prologis.com

Foto: Rhein-Ruhr-Presse

 

Der Widerrufsbutton kommt – Verträge künftig so einfach widerrufen wie abschließen

Ab 19. Juni 2026 soll der Widerruf von Online-Verträgen deutlich einfacher werden: Online-Händler müssen künftig einen gut sichtbaren sogenannten „Widerrufsbutton“ auf ihrer Website bereitstellen. Wie Verbraucherinnen und Verbraucher diese neue Funktion nutzen können und was es für grenzüberschreitende Online-Käufe bedeutet, erklärt das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) Deutschland in einem neuen Webartikel.

 

Bei grenzüberschreitenden Verträgen stoßen Verbraucherinnen und Verbraucher oft auf die Frage, wann und wie sie einen Vertrag widerrufen können. Nun kommt eine EU-weit einheitliche Regelung zum sogenannten Widerrufsbutton – einer Funktion auf der Website, die den Widerruf erleichtern soll. Sie führt eine zusätzliche Möglichkeit ein, den Widerruf zu erklären. Sie soll es für Verbraucherinnen und Verbraucher genauso einfach machen, einen Vertrag zu widerrufen, wie ihn abzuschließen. 

 

Das Wichtigste in Kürze

 

Ab 19. Juni 2026 müssen Online-Shops einen klar beschrifteten Widerrufsbutton bereitstellen, sofern ein gesetzliches Widerrufsrecht besteht.

 

Der Button gilt für Fernabsatzverträge, die über eine Webseite oder App geschlossen werden.

Auch ausländische Online-Shops müssen den Button anbieten, wenn auf den Vertrag deutsches Recht anwendbar ist.

 

Über eine Zwei-Schritt-Funktion können Verbraucherinnen und Verbraucher den Widerruf einfach erklären und erhalten sofort eine Eingangsbestätigung.

 

Fehlt der Button, kann der Widerruf weiterhin auf anderem Weg erklärt werden, zum Beispiel per E-Mail.

Kommt es bei Online-Einkäufen im EU-Ausland zu Problemen mit dem Widerrufsrecht, die nicht selbst gelöst werden können, steht das EVZ Deutschland Verbraucherinnen und Verbrauchern kostenlos zur Seite.

 

www.evz.de

 

Foto: Adobe Stock / Farknot Architect

Helaba investiert in Standort NRW

Die Helaba setzt ein deutliches Zeichen für ihre langfristige Präsenz in Nordrhein-Westfalen: Zum 1. April 2026 werden die rund 500 Mitarbeitenden der Niederlassung Düsseldorf das moderne Bürogebäude „Heylo“ in der Schwannstraße 6 beziehen. Mit dem neuen Standort unterstreicht die Helaba ihr strategisches Engagement für die Region und schafft gleichzeitig für die Mitarbeitenden eine zukunftsfähige und attraktive Arbeitsumgebung.

Hans-Dieter Kemler, im Vorstand der Helaba u.a. zuständig für die Niederlassung Düsseldorf, betont: „Als Landesbank für Nordrhein-Westfalen und Sparkassenzentralbank sind wir eng mit der Region verbunden. Die neue Niederlassung ist der Ankerpunkt, von dem aus wir gemeinsam mit unseren Kunden vor Ort die Zukunft gestalten wollen.“ Die Nähe zu den Kunden und Partnern vor Ort ist für Hans-Dieter Kemler von zentraler Bedeutung: „Wir setzen auf langfristige Kundenbeziehungen und verstehen uns als aktive Begleiterin im Transformationsprozess der Wirtschaft – insbesondere auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Ein wichtiges Element ist dabei die enge Zusammenarbeit mit den Sparkassen. Gemeinsam unterstützen wir Unternehmen, institutionelle Kunden und die öffentliche Hand in Nordrhein-Westfalen dabei, die Herausforderungen des Wandels zu meistern und innovative Lösungen zu entwickeln.“

In Zeiten von Homeoffice und digitaler Transformation investiert die Helaba bewusst in physische Präsenz und modernste Arbeitswelten. Das Gebäude „Heylo“ bietet den Mitarbeitenden der Helaba eine innovative Arbeitswelt, die auf moderne Arbeitsformen, Nachhaltigkeit und Flexibilität ausgerichtet ist und stärkt so die Position der Helaba als attraktive Arbeitgeberin am Standort Düsseldorf. Damit schafft die Bank optimale Voraussetzungen, um auch künftig als verlässliche Partnerin für Unternehmen, institutionelle Kunden und die öffentliche Hand in der Wirtschaftsregion Nordrhein-Westfalen zur Verfügung zu stehen.

 

www.helaba.de

Bildrechte by Textschwestern

Heute „Drei Sterne für das „FunkenbergQuartier“ und  Montag ist Richtfest für den Zentralcampus der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW (HSPV NRW)

In Herne geht es Schlag auf Schlag:  Die Stadt Herne hat einen wichtigen Erfolg auf dem Weg zur erfolgreichen Beantragung der Fördermittel eingefahren: Die Projektplanung für eine Revitalisierung und Entwicklung des FunkenbergQuartiers Ost hat eine Drei-Sterne-Bewertung erhalten und erfüllt damit alle formalen Voraussetzungen für eine kurzfristige Einreichung des Förderantrag.

 

Damit hat das Projektvorhaben eine weitere, wichtige Hürde auf dem Weg um Strukturfördermittel von Bund und Land aus dem 5-StandorteProgramm zu bekommen, genommen: „Mit dieser Entscheidung kommen wir unserem erklärten Ziel, Fördermittel in mittlerer zweistelliger Höhe für die Entwicklung des östlichen Teils des FunkenbergQuartiers einzuwerben, einen großen Schritt näher“, freut sich Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda.

 

Um den vom Kohleausstieg besonders betroffenen Kommunen Perspektiven im Strukturwandel zu eröffnen, unterstützt die Bundesregierung in Nordrhein-Westfalen fünf Standorte von Steinkohlekraftwerken bis 2038 mit bis zu 662 Millionen Euro. Herne ist einer der Standorte. Weitere Standorte sind die Städte Gelsenkirchen, Duisburg und Hamm sowie der Kreis Unna. Die Umsetzung des Programms erfolgt durch das Land NRW.

 

Aus Sicht der Herner Wirtschaftsförderungsgesellschaft Herne Business erläutert Dr. Svenja Rebsch den Stellenwert der Drei-Sterne-Bewertung: „Mit diesem Votum geht die Feststellung einher, dass das Projekt in der vorliegenden Form alle formellen Voraussetzungen für eine Beantragung von Fördermitteln erfüllt.“ Im Gegensatz zu anderen Projekten habe bei diesem Vorhaben nicht nachgearbeitet werden müssen.

 

„Dieser Erfolg freut uns sehr, weil sich damit zeigt, dass unsere Ideen und Planungen exakt auf der Linie dessen liegen, was aus Sicht des Fördermittelgebers von einem solchen Transformationsprojekt erwartet wird und im Sinne einer zukunftsweisenden Wirtschafts- und Stadtentwicklung Sinn ergibt. Im Hinblick auf die kommende Beantragung der Fördermittel ist das ein sehr gute Nachricht“, so Ronald Graf, Geschäftsführer der Funkenbergquartier-Entwicklungsgesellschaft Herne (FEG).

 

Für die Stadt Herne stellte Oberbürgermeister Frank Dudda nochmals heraus, dass man beim 5-StandorteProgramm mit mehreren Projekten parallel an den Start gehe, die aber gezielt auf einander abgestimmt seien: „Wir entwickeln mit ChemINa, einem Spitzen-Cluster der Chemieforschung in Deutschland, und dem Transformationszentrum für Georessourcen und Ökologie (TGÖ) gezielt des Hochschul- und Wissenschaftsstandort Herne weiter. Hier fügt sich die Entwicklung des FunkenbergQuartiers nahtlos ein, zumal wir in absehbarer Zeit auch weitere Details zur geplanten Wohnbebauung auf dem Areal werden berichten können.“

 

Aber auch bei der Polizeihochschule geht es ständig voran: Am kommenden Montag findet schon das Richtfest statt.

 

Die HSPV NRW ist mit ihren neun Studienorten die größte Verwaltungshochschule Europas. Mehr als 14.000 Studierende absolvieren hier in sechs Studiengängen den theoretischen Teil ihres dualen Bachelorstudiums in der kommunalen und staatlichen Verwaltung, bei der Rentenversicherung sowie bei der Polizei. Am neuen Zentralcampus Herne werden die bisherigen Studienorte Herne, Gelsenkirchen, Dortmund und Hagen sowie die Zentralverwaltung der Hochschule ihren neuen Standort finden.

Zum Richtfest mit den traditionellen Nagelschlägen sowie einer Richtkranzerhöhung werden zusammen mit den Bauherren der Firma Hochtief NRW-Innenminister Herbert Reul, der Arnsberger Regierungspräsidenten Heinrich Böckelühr und der Herner Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda erwartet. Auch das Präsidium der HSPV NRW um Präsident Martin Bornträger wird dem Festakt beiwohnen.

Die Zukunft geht auf die Reise: Erstes Paket verlässt den Thalia Omni-Channel-Hub in Marl

Der Hochlauf des neuen Omni-Channel-Hub von Thalia im westfälischen Marl erreicht planmäßig die nächste Projektphase: Am Dienstag, den 24. Februar 2026, machte sich die erste Lieferung aus dem manuellen Versand des neuen Zentrallagers des Hagener Buchhandelsunternehmens auf die Reise – eine Bücherwanne gefüllt mit Spielwaren und Kinderbüchern. Ihr Ziel: eine Thalia Buchhandlung in Düsseldorf. Mit dem Omni-Channel-Hub realisiert Thalia in Marl einen Innovationsstandort mit integrierten Fulfillment-Leistungen und schafft damit die Basis, um die Leistungsfähigkeit des Unternehmens weiter auszubauen. Anfang Oktober soll der Hub offiziell eröffnet werden.

 

Ingo Kretzschmar, Vorsitzender der Thalia Geschäftsführung, sagt: „Mit dem Versand des ersten Pakets haben wir einen weiteren, bedeutenden Meilenstein für die Zukunft der Logistik im Buchhandel erreicht. Der neue Omni-Channel-Hub wird künftig eine zentrale Rolle dabei spielen, unsere Kundinnen und Kunden sowie unsere Buchhandlungen noch schneller, zuverlässiger und flexibler zu versorgen. Damit stärken wir nachhaltig die Verbindung von stationärem Buchhandel und Onlinegeschäft.“

 

Von Marl aus wird Thalia künftig nicht nur Bestellungen der Buchhandlungen und Spielwarenfachgeschäfte im Netzwerk bedienen, sondern auch Endkunden beliefern.

Marls Bürgermeister Thomas Terhorst begrüßt die nächste Etappe des Projekts: „Mit dem Start der ersten Auslieferungen aus dem neuen Omni-Channel-Hub erreicht das Vorhaben einen wichtigen Meilenstein. Die zügige Entwicklung des Standorts unterstreicht seine hohe Dynamik. Thalia investiert hier gezielt in moderne Distributionsstrukturen und setzt damit zugleich ein starkes Signal für die wirtschaftliche Zukunft unserer Stadt. Der neue Hubschafft qualifizierte Arbeitsplätze und stärkt Marl nachhaltig als leistungsfähigen Wirtschaftsstandort in der Region.“

 

Thalia wird an seinem rund 56.000 Quadratmeter großen Standort in Marl in mehreren Entwicklungsstufen eine Vielzahl unterschiedlicher Nutzungen und Prozesse realisieren und damit ein klares Zeichen für die Zukunft des Omni-Channel-Geschäfts im Buchhandel setzen. Dank des zügigen Baufortschritts konnte das Unternehmen, noch vor der offiziellen Inbetriebnahme, bereits im Oktober 2025 mit dem Innenausbau, der Montage der Intralogistik sowie dem schrittweisen Bezug der Büroflächen beginnen. Der Standort vereint mehrere Hallenbereiche, ein mehrgeschossiges Bürogebäude, ein Parkhaus mit rund 500 Stellplätzen sowie 200 überdachte Fahrradstellplätze. Die Investitionssumme beträgt rund 100 Millionen Euro.

 

Thalia ist marktführender Omni-Channel-Buchhändler in der DACH-Region mit rund 7.000 Mitarbeitenden. In einem Netzwerk aus aktuell 418 eigenen Buchhandlungen in Deutschland und Österreich, Onlineshops und eigener App können Kundinnen und Kunden rund um die Uhr einkaufen.

Der Omni-Channel-Buchhändler setzt auf Digitalisierung und auf Begegnungen vor Ort. Deshalb sind Thalia sowie Thalia Mayersche Buchhandlungen Erlebnisorte und Treffpunkte für Jung und Alt.

Mit ihren Angeboten beleben sie die Einkaufsstraßen in den Innenstädten. Das Unternehmen engagiert sich zudem auf vielfältige Weise für gesellschaftliche Werte wie Bildung und Nachhaltigkeit. Besonders am Herzen liegt Thalia dabei die (Lese-)Förderung von Kindern und Jugendlichen. Im Geschäftsjahr 2024/25 erwirtschaftete Thalia − inkl. Aller Partnerunternehmen – einen Umsatz von 2,2 Mrd. Euro.

https://www.Thalia.de

 

RWE darf Rheinpipeline bauen, um größten See in NRW zu füllen – Baustart schon im März

RWE bekommt grünes Licht für die Rheinpipeline. Die Bezirksregierung Arnsberg hat den Rahmenbetriebsplan für Bau und Betrieb einer Rheinwassertransportleitung genehmigt. Damit erhält RWE die rechtliche Grundlage, eine rund 45 Kilometer lange Leitung vom Rhein bei Dormagen zu den Tagebauen Hambach und Garzweiler zu errichten.

 

Die Trasse gilt als zentrales Infrastrukturprojekt für die Rekultivierung der ehemaligen Braunkohletagebaue im Rheinischen Revier. Durch die Transportleitung soll was vom Rhein abgepumpt werden, das dann den Hambacher See über Jahrzehnte füllt.

 

Dafür sollen aus dem Rhein bei Dormagen in Abhängigkeit vom Rheinwasserstand nach einem gestaffelten Entnahmekonzept bis zu 18 m³/s Wasser entnommen werden, also bis zu 18.000 Liter pro Sekunde.

Der geplante Hambacher See soll einmal rund 4,3 Milliarden Kubikmeter Wasser fassen. Wo heute noch der Braunkohletagebau Hambach klafft, soll ein riesiger See entstehen – so groß wie fast 5.000 Fußballfelder und über 300 Meter tief – doch die Diskussionen um das Mega-Projekt sind groß.

 

Baustart schon im März bei Hambach

Nach Angaben des Unternehmens soll der Bau Anfang März im Bereich der ehemaligen Fernbandtrasse („Speedway“) am Tagebau Hambach bei Elsdorf beginnen. Weitere Bauabschnitte sind bei Dormagen sowie am geplanten Verteilbauwerk in Grevenbroich-Allrath vorgesehen; dort sollen die Arbeiten bis zum Sommer anlaufen.

 

Bereits in den kommenden Tagen starten bauvorbereitende Maßnahmen, darunter der Bau von Baustraßen und die Einrichtung von Baustellenflächen. Dafür sind stellenweise Rodungs- und Rückschnittarbeiten erforderlich. RWE verweist darauf, dass die Maßnahmen im Rahmen der erteilten Genehmigung sowie unter Einhaltung geltender Umwelt- und Sicherheitsstandards erfolgen sollen.

 

Leitung als Voraussetzung für neue Tagebauseen

Die Rheinwassertransportleitung ist Teil der landesplanerisch abgestimmten Rekultivierungsplanung. Über sie soll künftig Rheinwasser in die Restlöcher der Tagebaue geleitet werden. Ziel ist unter anderem die Entstehung großer Tagebauseen, die langfristig als neue Landschaftsräume genutzt werden sollen.

Nach aktueller Planung soll die Leitung bis 2030 fertiggestellt sein. Im selben Jahr soll die Befüllung des künftigen Hambacher Sees beginnen. Für den Tagebausee Garzweiler ist der Start der Flutung ab 2036 vorgesehen. Der Tagebau Inden wird laut Planung ebenfalls ab 2030 geflutet, dort jedoch mit Wasser aus der nahegelegenen Rur.

 

Bedeutung für Wasserhaushalt und Strukturwandel

RWE ordnet das Projekt in den Kontext des Strukturwandels im Rheinischen Revier ein. Neben der Seebefüllung soll die Leitung nach Unternehmensangaben dazu beitragen, Feuchtgebiete im Naturpark Schwalm-Nette zu sichern und den regionalen Grundwasserhaushalt zu stabilisieren.

Mit der Genehmigung durch die Bezirksregierung ist ein wesentlicher formaler Schritt für die Umsetzung erfolgt. Der Bau der Leitung markiert damit den Übergang von der Planungs- in die Umsetzungsphase eines der größten wasserwirtschaftlichen Vorhaben im Zuge des Braunkohleausstiegs in Nordrhein-Westfalen.

 

Kritik von Umweltverbänden

So gewaltig das Projekt ist – so groß sind auch die Diskussionen. Die Leitung bringt zweifellos Chancen: Sie hilft, die riesige Grube in einen nutzbaren See zu verwandeln, unterstützt den Wiederanstieg des Grundwassers und bewahrt bedrohte Feuchtgebiete vor dem Austrocknen. Doch Umweltverbände sehen auch Risiken.

 

Ein zentrales Thema ist die Wasserqualität. Der Rhein führt – trotz verbesserter Wasserreinhaltung – noch immer Spurenstoffe, Medikamentenrückstände und Mikroplastik mit sich. Wird dieses Wasser ungefiltert in den künftigen See eingeleitet, könnten sich diese Stoffe im Boden ablagern oder ins Grundwasser übergehen.

 

Vor allem die Lage der Entnahmestelle – direkt unterhalb des Chemparks Dormagen – sorgt für Kritik: Dort gelangen auch gereinigte Abwässer in den Fluss. Umweltschützer forderten außerdem, RWE solle für die Wasserentnahme zahlen – und zwar 5 Cent pro Kubikmeter.

RWE betont, dass alle relevanten Wasserwerte geprüft wurden und keine Gefahr für Mensch oder Umwelt besteht. Umweltverbände wie der BUND fordern dennoch ein autonomes Monitoring direkt an der Entnahmestelle – sowie gegebenenfalls eine Filterung oder alternative Standorte.

 

www.verliebtinkoeln.com 

 

Niederländische Chemiefabriken können nicht mehr mithalten

Gleich drei Fabriken des Chemieunternehmens Fibrant haben im Herbst diesen Jahres in den Niederlanden die Produktion eingestellt. Damit erhöht das Unternehmen die Zahl einer wachsenden Gruppe von Industrieunternehmen, die ihre Türen schließen oder den Niederlanden den Rücken kehren. Zuvor hatten BP und Shell beschlossen, den Bau neuer Fabriken einzustellen. Darüber hinaus haben Unternehmen wie Indorama, Vynova und Tronox, die beispielsweise Kunststoff oder PVC herstellen, die Türen ihrer niederländischen Fabriken geschlossen. Das berichtet die Nachrichtenplattform nu.nl.

 

Die aktuellen Betriebsschließungen nähren die Befürchtung, dass in nächster Zeit weitere Schläge folgen werden. Denn viele Chemieunternehmen arbeiten zusammen oder sind Kunden voneinander. Die Erklärungen ähneln sich. Die Unternehmen könnten nach Meinung der Interessenvertretung der chemischen Industrie (VNCI) unter anderem aufgrund der hohen Energiepreise nicht mehr mit der Konkurrenz aus China mithalten. Diese böte Verkaufspreise an, die unter den Kosten in Europa liegen. „Unternehmen verdienen in den Niederlanden nicht genug und gehen auch nicht davon aus, dass sich dies in Zukunft ändern wird“, so eine Sprecherin des VNCI. Dann investiere man eben nicht mehr, etwa in größere Instandhaltungsmaßnahmen. Und dann müsse man früher oder später schließen.

 

Für eine Reihe von Unternehmen der Branche sei es nicht fünf vor zwölf, sondern Viertel nach zwölf. Und das ist laut VNCI auch „die Botschaft, die wir einer neuen Regierung mitgeben“. Bei Chemelot, dem Industriepark in Limburg, wo Fibrant Fabriken schließt, spüre man ebenfalls Auswirkungen. Zwar strebe man im Betrieb die vollständige Klimaneutralität an, so eine Unternehmenssprecherin. Aber dafür müssten die Rahmenbedingungen stimmen, zum Beispiel gleiche Wettbewerbsbedingungen. So seien die Energiepreise in den Niederlanden höher als in Belgien oder Deutschland. Außerdem drohe eine CO2-Steuer.

 

Im Chemiepark in Limburg seien die Unternehmen stark miteinander verbunden. Sie kaufen Produkte voneinander und teilen sich beispielsweise die Kosten für die Wasseraufbereitung. Wenn ein Unternehmen wegbricht, habe das oft auch Auswirkungen auf andere. Die Chemiebranche hoffe daher auf ein Förderprojekt, wie es die Regierung bereits für die Chipindustrie aufgelegt hat. Dabei investiere die Regierung rund 2,5 Milliarden Euro in Bereiche wie Bildung, Energie und Infrastruktur. Die Provinzregierung ist der Meinung, dass auch für die chemische Industrie in Limburg ein solches Hilfspaket geschnürt werden sollte.

 

Von Julian Binn   www.AHA24x7.com

Die Lebensmittelindustrie befreit sich von fossiler Abhängigkeit: Produzent stellt eigenes Biogas her

Der Energieverbrauch der Lebensmittelindustrie stammt überwiegend von fossilen Brennstoffen. Jetzt übernimmt ein Lebensmittelproduzent die Führung in der Branche und schafft einen Produktionskreislauf, der den jährlichen CO2-Ausstoß um 2.000 Tonnen reduziert.

Laut Umweltbundesamt stammen vier Prozent der gesamten Treibhausgas-Emissionen in Deutschland ausschließlich von Biomüll, und über 70 Prozent des gesamten Energieverbrauchs der Lebensmittelindustrie stammen aus fossilen Quellen. Jetzt hat OSCAR, ein Hersteller von professionellen Lebensmittelzutaten, einen strategisch konkreten Schritt unternommen, um dessen CO2-Ausstoß beträchtlich zu reduzieren.

 

Das Unternehmen hat im finnischen Juuka neben der Produktionsstätte eine Biogasanlage etabliert. Dort wird Bioabfall aus der Fabrik in Biogas umgewandelt, welches in der Fabrik langfristig 80 Prozent der Energie ausmachen wird, die für die Lebensmittelproduktion des Unternehmens benötigt wird. Das Ergebnis ist ein fast autarker Produktionskreislauf, der den jährlichen CO₂-Ausstoß um 1.900 Tonnen reduzieren soll.

 

„Als Branche müssen wir etwas tun. Jedes Jahr sind wir für viele Millionen Tonnen CO2-Ausstoß verantwortlich, und damit geben wir uns nicht zufrieden. Deshalb müssen wir konkrete Maßnahmen ergreifen, die nicht nur eine theoretische Strategieentwicklung darstellen, sondern hier und jetzt etwas bewirken. Mit einer eigenen Biogasanlage haben wir die einzigartige Möglichkeit, einen Kreislauf zu erschaffen”, erklärt Paul den Dunnen, Geschäftsleiter der Oscar A/S.

 

In Deutschland hat in den vergangenen Jahren das Interesse an der Wiederverwertung von Biomüll zugenommen, aber die meisten Initiativen befinden sich weiterhin in einer experimentellen Phase oder in kommunaler Hand. Laut der FNR (Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.) stammen etwa 12 Prozent der deutschen Biogasproduktion aus Biomüll aus dem gewerblichen und kommunalen Bereich.

„In Produktionsresten und Essensresten steckt ein unausgeschöpftes Potenzial zur Produktion von Biogas. Für mich ist die Produktion und Verwendung von Biogas für die Lebensmittelindustrie sehr vielversprechend, da in wärmeerzeugenden Anlagen Erdgas eins zu eins durch Biogas ersetzt werden kann. Dies zieht in der Regel eine Reduktion des CO2-Ausstoßes um bis zu 90 Prozent mit sich“, weiß Dr.-Ing. Frank Scholwin vom Institut für Biogas in Weimar. Er ergänzt, dass es noch interessanter wird, wenn die Biogasanlagen Teil eines Industrieunternehmens werden: 

„Man spart einen wesentlichen Teil der Transporte der Substrate für die Biogasproduktion, wenn die Anlage Teil eines Unternehmens wird. Mit diesem Ansatz wird die Lebensmittelindustrie einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten können, und ich habe ganz klar den Eindruck, dass die Biogastechnologie für viele Lebensmittelwerke eine perfekte Ergänzung darstellt.“

OSCAR® ist ein dänischer Lebensmittelproduzent, der professionelle Fonds, Saucen und Bouillons für Restaurants, Kantinen und die Lebensmittelindustrie fertigt. Das Unternehmen verbindet kulinarisches Handwerk mit nachhaltiger Produktion und stellt hauptsächlich in Finnland her. www.oscarnordic.de/

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