Bau des YEXIO-Rechenzentrums beginnt

Mit dem Spatenstich im FunkenbergQuartier Herne ist der Bau des YEXIO-Rechenzentrums offiziell gestartet. Das Projekt wird von HOCHTIEF entwickelt und von Palladio Partners und HOCHTIEF PPP Solutions gemeinsam finanziert.

 

Das Rechenzentrum wird zunächst eine IT-Leistung von zwei Megawatt für die regionale Wirtschaft bereitstellen. Bei steigendem Bedarf lässt sich die Kapazität auf bis zu vier Megawatt verdoppeln. Als sogenanntes Edge-Rechenzentrum in physischer Nähe zu den Nutzern verkürzt es die Datenübertragungszeiten auf ein Minimum und stärkt die lokale Datensouveränität. Die Fertigstellung ist für Herbst 2027 geplant.

 

„Die lokale Wirtschaft und kommunale Betriebe benötigen für ihre sensiblen Daten eine sichere Dateninfrastruktur direkt vor der Haustür, um völlig unabhängig agieren zu können“, erklärt Bernd Holtwick, CFO/COO von HOCHTIEF PPP Solutions. „Genau diese digitale Souveränität schaffen wir in Herne. Als strategischer Partner liefern wir dafür die komplette Lösung aus einer Hand: von der Finanzierung über den klimaschonenden Bau bis hin zum verlässlichen Betrieb.“

Das Projekt ist Teil der Strategie von HOCHTIEF, ein europäisches Netzwerk nachhaltiger Edge-Rechenzentren aufzubauen. Herne ist der vierte Standort; an anderen Standorten in Deutschland schreiten die Arbeiten voran.

 

Als Nutzer des Herner Rechenzentrums wird Yorizon nachhaltige Cloud-Computing- und Green-IT-Services anbieten. Die Zielgruppen reichen von Software- und Plattformanbietern über mittelständische und große Unternehmen bis hin zur öffentlichen Hand.

 

Für die Stadt Herne bildet das Rechenzentrum den Kernbaustein einer umfassenden Digitalisierung. Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda sieht darin eine strategische Weichenstellung: „Mit dem Rechenzentrum werden die Voraussetzungen geschaffen, dass Herne als Standort für zukunftssichere, weil IT- und wissensbasierte Arbeitsplätze weiter an Attraktivität gewinnt. Entsprechend gestalten wir den digitalen Wandel in Herne so, dass er den Menschen und Betrieben in unserer Stadt messbare Vorteile bringt. Ein eigenes Rechenzentrum fungiert dabei als Rückgrat unserer Smart-City-Projekte. Wir schaffen damit die technische Voraussetzung für schnelle Datenverbindungen, moderne Mobilitätskonzepte und eine intelligente Pflege unserer Infrastruktur.“

David Bussmann, Director bei Palladio Partners, ordnet die Bedeutung der Partnerschaft ein: „Moderne, nachhaltige Rechenzentren sind eine Grundvoraussetzung für die weitere Digitalisierung. Aus Investorensicht überzeugen diese Projekte zudem als hervorragende Beispiele für eine funktionierende Sektorkopplung.“

 

„Neben dem angestoßenen Fortschritt im Bereich der technologischen Ausstattung setzen wir auch viele Messlatten im ökologischen Bereich. Beim Thema Lärmschutz wird es ebenfalls Verbesserungen im Umfeld geben. Deswegen bin ich optimistisch, dass dies ein richtungsweisender Tag für die Entwicklung neuer Wirtschaftszweige in Herne sein wird“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda. Weiter bedankte er sich „für die gute Zusammenarbeit mit HOCHTIEF und Palladio Partners: zwei Partner, die dieses Vertrauen in den Standort Herne gelegt haben. Mittlerweile sind hier bereits 500 Millionen Euro in diesen Standort geflossen. Es kann und wird noch mehr werden. So kann man eine Stadt positiv entwickeln“.

 

Spatenstich für das YEXIO-Rechenzentrum in Herne (v. l.): David Wenzel (Senior Project Manager, HOCHTIEF Data Center Partner), Bernd Holtwick (COO/CFO HOCHTIEF PPP Solutions), Frank Lingelbach (Geschäftsleitung, HOCHTIEF Data Center Partner), Jana Mesenkamp (Legal Counsel, HOCHTIEF PPP Solutions), Dr. Frank Dudda (Oberbürgermeister der Stadt Herne), David Bussmann (Director, Palladio Partners), Dr. Arne Berking (Niederlassungsleiter HOCHTIEF Infrastructure Building NRW), Christoph Dümpelmann (Niederlassungsleiter HOCHTIEF Infrastructure Building, High-Tech Projects) und Marius Mählmann (Geschäftsleitung HOCHTIEF Data Center Partner).

Regionale Kräuter und Gemüse aus ehemaligen Schweineställen

Jedes Jahr werden bundesweit laut Statistik-Portal Statista mehr als fünf Millionen Tonnen Gemüse importiert, auch weil wegen der jahreszeitlichen Bedingungen nicht alle gefragten Gewächse ganzjährig angebaut werden können. Das Münsteraner Startup Stallgrün hat ein Konzept zum Anbau von Kräutern und Gemüse in früheren Tierställen entwickelt. Die regionale Produktion sichert Frische und spart zugleich Gewächshausflächen, Transportaufwand sowie Emissionen ein. Außerdem bietet das Verfahren Landwirtschaftsbetrieben eine neue finanzielle Perspektive. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Startup mit 125.000 Euro.

 

Laut Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) ist die Anzahl der deutschen Betriebe mit Schweinehaltung von 2013 bis 2023 um 44 Prozent zurückgegangen – ein Strukturwandel in der Landwirtschaft, der weiter anhalten wird. DBU-Generalsekretär Alexander Bonde sieht hier die Gelegenheit für innovative, nachhaltige Ideen: „Neue und zugleich umweltfreundliche Nutzung freiwerdender Infrastruktur bietet zukunftsfähige finanzielle Perspektiven für die Betriebe und verhindert zudem eine zusätzliche Versiegelung von Flächen an anderer Stelle.“ Laut Startup Stallgrün bieten ehemalige Schweineställe ideale Anbaubedingungen für regionale Kräuter und Gemüse. Die beiden Gründer Judith Ryll und Thorsten Lansmann-Niehaus: „Die Ställe sind meist solide gebaut und gut isoliert – und ideal für eine Weiternutzung.“ Daher hat das Startup ein System erarbeitet, mit dem Pflanzen ganzjährig regional angebaut werden können – also auch, wenn etwa zur Winterzeit ein solcher Lebensmittel-Anbau im Freiland nicht funktioniert.

 

Die Entwicklung des Konzepts von Stallgrün erfolgte nach Rylls Worten in zwei Schritten: „Als Kernprodukt haben wir während der DBU-Förderung zunächst eine Anlage entwickelt, die Bewässerung, Düngung, Belichtung und Klimatisierung automatisiert steuert.“ Dies sei in den vergangenen zwei Jahren auf einer Pilotfarm erfolgreich gelungen. Die Erkenntnis laut Ryll: Indoor Farming „(Landwirtschaft im Innenraum) im ehemaligen Schweinestall ist ein wirtschaftlich attraktives Geschäftsfeld für landwirtschaftliche Betriebe.“ Ergänzend dazu haben die Gründer zu vielen Kräuter- und Gemüsearten Anbauprotokolle für die teilnehmenden landwirtschaftlichen Betriebe erstellt. Ryll: „Für geeignete Pflanzenkulturen haben wir den optimalen Einsatz von Saatgut, Erde, Dünger, Licht, Bewässerungszyklen und weiteren Parametern definiert. So können Landwirte mit Indoor-Farming leicht ihre Betriebe umstellen oder erweitern.“

 

Die landwirtschaftlichen Betriebe sollen Lansmann-Niehaus zufolge deutschlandweit angesprochen werden. „Landwirte pflanzen mit unserem System Kräuter und Gemüse in ihren ehemaligen Ställen an. Außerdem unterstützen wir sie mit unseren Erfahrungen beim Aufbau ihrer Vermarktung“, so der Mitgründer. Inzwischen hat das Startup auch weitere Angebote entwickelt, die den Einstieg ins Indoor Farming erleichtern sollen. „Wir haben auch einen Materialhandel für das passendes Anbaumaterial aus einer Hand aufgebaut und rechtliche Hilfen bei der Verwaltung zusammengestellt“, sagt Lansmann-Niehaus.

 

Ergänzung. Dank der Kontrolle über Rahmenbedingungen wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Licht ist die Produktion unabhängig von Wetter, Jahreszeiten und Klima.“ Somit könnten Produkte ganzjährig regional verfügbar sein, die ansonsten saisonal angebaut werden. „Damit fällt die Freiland-Produktion nicht weg, da sie immer noch sehr effektiv ist“, so Lansmann-Niehaus. Stattdessen würde Landwirten unter Nutzung der vorhandenen Infrastruktur wie Gebäuden und Photovoltaik ein neues Geschäftsfeld und damit eine neue finanzielle Perspektive eröffnet, nachdem diese in der Schweinehaltung nicht mehr gegeben war. Die vermehrte Nutzung regionaler Lebensmittel anstelle von Importen reduziere zudem den Transportaufwand und die daraus entstehenden Emissionen.

 

Über die Green Startup-Förderung

Mit der Green Startup-Förderung unterstützt die DBU Gründerinnen und Gründer, die auf innovative und wirtschaftlich tragfähige Weise Lösungen für Umwelt, Ökologie und Nachhaltigkeit entwickeln. Mehr Informationen gibt es unter https://www.dbu.de/startup.

 

Spatenstich für H3 der E-Gruppe mit „Segen von oben“

Pünktlich zum Spatenstich für das neue Gebäude an der Kreuzkirche schickte der Himmel Regen und damit war es auch gleichzeitig eine gelungene „Taufe“.

Das Projekt heißt H3, da es der dritte Großbau der E-Gruppe nach Kaiserquartier, Europagarten verbunden mit dem City Center ist. Auch hier wird wieder viel Wert auf den ökologischen und sozialen Baustil gelegt.

Neben drei neuen Wohnungen mit jeweils knapp 100 Quadratmetern zieht eine Kita ein (mit Außen- und Aufenthaltsbereich zum Spielen auf dem Dach). Ebenso wird ein Teil des Gebäudes geschäftlich genutzt. Fertig wird es wohl Anfang 2028 und hat eine Kostenangabe von rund 10 Millionen Euro.

Gernot Engler betonte daher auch: „Lieber klein und fein, und doch hat es Platz für rund 100 neue Arbeitsplätze“. Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda bedankte sich bei der E-Gruppe für einen schönen neuen Anblick für die Innenstadt: „Das ist nicht nur ein klares Bekenntnis zum Standort Herner Innenstadt, das Gebäudekomplex dient auch als Türöffner zur neu entwickelten Innenstadt-Ost“.

/Cornelia Dahl-Jörgensen
Fotos Rhein-Ruhr-Presse

Größtes Infrastrukturprojekt der Unternehmensgeschichte stärkt die Westfalenhallen

Zwei neue Messehallen, ein neuer Eingang Süd und ein neues Kongresszentrum erweitern die Möglichkeiten für Messen, Kongresse und Veranstaltungen in Dortmund

 

Die Westfalenhallen Unternehmensgruppe richtet ihren südlichen Geländebereich neu aus. Mit zwei neuen Messehallen, einem modernen Eingang Süd und einem neuen Kongresszentrum entsteht das größte zusammenhängende Infrastrukturprojekt in der 100-jährigen Geschichte der Unternehmensgruppe. Das Projekt stärkt insbesondere die Messe Dortmund GmbH und die Kongress Dortmund GmbH und schafft moderne Infrastruktur für Messen, Kongresse und Veranstaltungen. Im Mittelpunkt stehen bessere Abläufe, neue Nutzungsmöglichkeiten und die weiterhin starke Positionierung des Standorts Dortmund im nationalen und internationalen Wettbewerb.

 

„Dieses Projekt ist eine Investition in die Zukunft. Wir modernisieren einen bestehenden, intensiv genutzten Veranstaltungsstandort und schaffen neue Möglichkeiten für Messen, Kongresse und Veranstaltungen in Dortmund. Mit diesem Infrastrukturprojekt stärken wir die Westfalenhallen als Plattform für starke Eigenveranstaltungen, erfolgreiche Gastformate und neue Themenmärkte“, sagt Sabine Loos, Hauptgeschäftsführerin der Westfalenhallen Unternehmensgruppe.

 

 Ziel des Projekts ist es, die vorhandene Stärke des Unternehmensverbunds gezielt weiterzuentwickeln und den Standort für die kommenden Jahre noch flexibler und moderner aufzustellen. Messe Dortmund, Kongress Dortmund und Westfalenhalle bilden bereits heute einen vielseitigen Veranstaltungsstandort, an dem Messen, Kongresse, Shows, Sport- und Corporate-Formate zusammenkommen. Die Bausteine des Neubauprojekts – zwei Messehallen, Eingang Süd und Kongresszentrum – schaffen zusätzliche Möglichkeiten, diese Formate künftig noch besser miteinander zu verbinden. Denn Ausstellungen, Fachprogramme, Networking, Hospitality und begleitende Services werden im Veranstaltungsgeschäft immer häufiger gemeinsam gedacht.

 

Dortmunds Oberbürgermeister Alexander Kalouti unterstreicht die Bedeutung des Projekts: „Der Ausbau der Westfalenhallen ist eine der zentralen Zukunftsinvestitionen in unsere Stadt und für die nächsten Jahre. Das Investitionsvolumen von ca. 215 Mio. Euro ist eines der höchsten in den vergangenen Jahrzehnten. Es geht bei diesem Projekt nicht nur um eine Modernisierung und Neuordnung – es geht um einen ganz wichtigen Baustein für die wirtschaftliche Entwicklung und Bedeutung unserer Stadt.“

           

„Eine besondere Stärke liegt in der künftigen Bespielbarkeit des Geländes. Durch den neuen Eingang Süd sowie die bestehenden Eingänge Nord und West lassen sich Veranstaltungen differenzierter organisieren, Besucherströme gezielter führen und parallele Formate klarer voneinander trennen. Davon profitieren etablierte Veranstaltungen ebenso wie neue Messe- und Kongressangebote“, so Sabine Loos weiter. www.westfalenhallen.de

 

 

 

 

 

Passgenaue Verpackungen per  3D-Druck für nachhaltige Logistik - DBU fördert Startup Palprint mit 125.000 Euro

Übergroße Einwegverpackungen sind nach wie vor Standard in der industriellen Logistik. Das Startup Palprint aus Paderborn will dies ändern und erarbeitet ein System für einen nachhaltigen Verpackungskreislauf – mit passgenauen Verpackungen per 3D-Druck aus recyceltem PET. Nach Nutzung dienen sie nahezu vollständig wieder als Rohstoff für neue Verpackungen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Startup mit 125.000 Euro. Ab morgen (Montag) ist Palprint gemeinsam mit der DBU in München auf der dort beginnenden Fachmesse für Umwelttechnologien IFAT vertreten.

 

Eine funktionierende Logistik ist für viele Branchen in Deutschland „Motor für erfolgreiches Wirtschaften“, sagt DBU-Generalsekretär Alexander Bonde.  „Transport, Umschlag und Lagerung von Gütern bieten zugleich viele Komponenten für mehr Nachhaltigkeit – und zudem Optionen für wirtschaftliche Optimierung“, so Bonde weiter. Einen solchen innovativen Ansatz entwickelt das Startup Palprint – eine Ausgründung aus der Garage33, dem Gründungszentrum der Universität Paderborn.

 

Das junge Unternehmen konzentriert seine Tätigkeit derzeit auf den Maschinen- und Anlagenbau, um speziell dieser Branche die Fertigung individueller Verpackungen per 3D-Druck zu ermöglichen. Hierbei werden Materialen in einem Drucker Schicht für Schicht aufgetragen, um dreidimensionale Objekte herzustellen. Die Palprint-Gründer Paul Lindner und Andreas Ribul-Olzer: „Wir stellen Verpackungen in den Firmen passgenau für das jeweilige Bauteil her.“ Die Basis sei recyceltes PET – ein Kunststoff, der auch bei vielen Ein- und Mehrwegflaschen zum Einsatz kommt. Gelöst werden soll auf diese Weise folgende Herausforderung: „Oft bestellen Firmen große Mengen standardisierter Verpackungen, die für die speziellen Bauteile im Maschinenbau nicht gemacht sind und Übergröße haben“, erklären die Palprint-Gründer. „Diese Verpackungen müssen aufwändig gelagert werden und landen nach einmaligem Benutzen im Müll.“ Durch die 3D-Methode will Palprint derartigen Abfall erheblich minimieren.

 

Neben der Fertigung passgenauer Verpackungen in Auftragsfertigung bietet PALPRINT vor allem eine Systemlösung: Je nach Kundenbedarf liefert das Startup 3D-Drucker von Partnerunternehmen samt eigener Software und Materialversorgung und stellt diese als Gesamtsystem zur Verfügung. Ribul-Olzer: „Mithilfe solcher Systeme kann ein Betrieb für das zu verpackende Maschinen- oder Ersatzteil mit 3D-Daten automatisiert Verpackungen generieren und direkt vor Ort passend drucken Angelegenheit. Doch unser Schaum expandiert bis zu 75 Prozent schneller auf die gewünschte Größe bei bis zu 90 Prozent geringerem Gewicht “, so Ribul-Olzer. Auf diese Weise könne das Unternehmen auch große Volumen in Angelegenheit. Doch unser Schaum expandiert bis zu 75 Prozent schneller auf die gewünschte Größe bei bis zu 90 Prozent geringerem Gewicht “, so Ribul-Olzer. Auf diese Weise könne das Unternehmen auch große Volumen in Styropor-Haptik zügig herstellen. Der Palprint-Mitgründer weiter: „Das Material bleibt recyceltes PET. Der Schaum kann wieder eingeschmolzen und für neue Verpackungen verwendet werden.

 

Palprint peilt zudem den Aufbau eines Recycling-Kreislaufs an: „Ab einer gewissen Menge benutzter Verpackungen aus unserem System holen wir den Müll mit ausgewählten Partnerunternehmen ab, recyceln ihn und verwenden ihn wieder als neuen Rohstoff“, erklärt Lindner. Die Verpackungen des Startups werden laut dem Mitgründer „nahezu 100 Prozent aus recyceltem PET hergestellt. Das vereinfacht das Recycling erheblich, da keine Materialien getrennt werden müssen“. So würden wichtige Rohstoffe langfristig im Kreislauf gehalten und Kunststoffabfälle minimiert. Auch der Transport- und Lageraufwand reduziert sich nach Lindners Worten deutlich: „Einzig die Kunststoff-Rezyklate müssen angeliefert werden. Diese lassen sich platzsparend transportieren und lagern.“ Ebenfalls geplant seien mehrfach verwendbare Verpackungen und ein zugehöriges Pfandsystem. Lindner weiter: „All diese Ansätze sorgen durch Kreislaufwirtschaft, Materialeinsparung und Müllvermeidung für aktiven Umweltschutz – gleichzeitig soll sich das System für Unternehmen finanziell mehr lohnen als der Ankauf und die Lagerung immer neuer Einwegverpackungen.“

 

Mit der Green Startup-Förderung unterstützt die DBU Gründerinnen und Gründer, die auf innovative und wirtschaftlich tragfähige Weise Lösungen für Umwelt, Ökologie und Nachhaltigkeit entwickeln. Mehr Informationen gibt es unter https://www.dbu.de/startup.

Prologis hat in Herne seinen Grundstein gelegt

Feierlich wurde der Grundstein im Beisein von Prologis-Mitarbeitern, Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda und Dr. Dirk Drenk von der Herner Wirtschaftsförderung in die Erde gesenkt. Der Bau einer Logistikanlage mit zwei Gebäuden, die zusammen rund 20.500 Quadratmeter umfassen, ist damit offiziell gestartet.

 

Man kann schon die Anfänge der Bauten sehen und erahnen, wie alles später aussehen wird. Das Projekt entsteht auf einer 36.400 Quadratmeter großen Industriebrache, die seit 2020 ungenutzt ist, und soll Ende 2026 abgeschlossen werden.

 

„Mit der Investition von Prologis entsteht auf einer traditionellen, jedoch seit Jahren brachliegenden Gewerbefläche an der Südstraße ein modernes Logistikzentrum. Das ist ein weiterer wichtiger Impuls für den Wirtschaftsstandort Herne. Zugleich leistet die hier entstehende Logistikfläche einen wesentlichen Beitrag zur Stabilität von Lieferketten in einer unsicheren Welt und zur Versorgung von Unternehmen und Bürgerinnen und Bürgern – und das auf eine nachhaltige und ressourcenschonende Weise“, freut sich Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda über die Realisierung des Projekts.

 

Ausschlaggebend für Prologis war die gute Lage. Der Standort an der A43 verfügt über eine direkte Anbindung an die Autobahn A2, die von den Niederlanden bis nach Osteuropa verläuft. Der Flughafen Dortmund ist rund 35 Kilometer entfernt. Das Ruhrgebiet mit rund 5,1 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern gehört zu den gefragten und zugleich flächenknappen Logistikmärkten Deutschlands. Die dichte Infrastruktur mit Autobahnen, Schiene, Flughäfen und Binnenhäfen schafft kurze Wege zu wichtigen Absatz- und Beschaffungsmärkten und macht die Region für Industrie, Handel und Logistik attraktiv. Gerade deshalb gewinnen Revitalisierungen bestehender Flächen an Bedeutung.

 

„In gut angebundenen Lagen des Ruhrgebiets sind verfügbare Flächen knapp. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach modernen Logistikflächen hoch – insbesondere dort, wo Unternehmen nah an Kunden, Arbeitskräften und Verkehrsachsen sein müssen“, sagt René Faber, Director Capital Deployment bei Prologis. „Mit dem Projekt in Herne wird eine brachliegende Industriefläche wieder nutzbar gemacht – für Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen und mit unterschiedlichen Anforderungen.“

 

Zudem schafft Prologis die Infrastruktur für Ladestationen für Elektroautos der künftigen Mitarbeitenden sowie Lieferfahrzeuge und Lkw und bietet damit Voraussetzungen für den Einsatz elektrifizierter Fahrzeugflotten.

 

Ein Gründach und eine Photovoltaikanlage mit 1 MW sind Teil des Energiekonzepts des Standorts. Sie unterstützen eine energieeffiziente Gebäudenutzung, schaffen Zugang zu erneuerbarer Energie und können die Energiekosten künftiger Nutzer senken. Beide Gebäude lassen sich flexibel nutzen und eignen sich sowohl für Multi-User-Konzepte als auch für kundenspezifische Lösungen.

 

www.prologis.com

Foto: Rhein-Ruhr-Presse

 

Der Widerrufsbutton kommt – Verträge künftig so einfach widerrufen wie abschließen

Ab 19. Juni 2026 soll der Widerruf von Online-Verträgen deutlich einfacher werden: Online-Händler müssen künftig einen gut sichtbaren sogenannten „Widerrufsbutton“ auf ihrer Website bereitstellen. Wie Verbraucherinnen und Verbraucher diese neue Funktion nutzen können und was es für grenzüberschreitende Online-Käufe bedeutet, erklärt das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) Deutschland in einem neuen Webartikel.

 

Bei grenzüberschreitenden Verträgen stoßen Verbraucherinnen und Verbraucher oft auf die Frage, wann und wie sie einen Vertrag widerrufen können. Nun kommt eine EU-weit einheitliche Regelung zum sogenannten Widerrufsbutton – einer Funktion auf der Website, die den Widerruf erleichtern soll. Sie führt eine zusätzliche Möglichkeit ein, den Widerruf zu erklären. Sie soll es für Verbraucherinnen und Verbraucher genauso einfach machen, einen Vertrag zu widerrufen, wie ihn abzuschließen. 

 

Das Wichtigste in Kürze

 

Ab 19. Juni 2026 müssen Online-Shops einen klar beschrifteten Widerrufsbutton bereitstellen, sofern ein gesetzliches Widerrufsrecht besteht.

 

Der Button gilt für Fernabsatzverträge, die über eine Webseite oder App geschlossen werden.

Auch ausländische Online-Shops müssen den Button anbieten, wenn auf den Vertrag deutsches Recht anwendbar ist.

 

Über eine Zwei-Schritt-Funktion können Verbraucherinnen und Verbraucher den Widerruf einfach erklären und erhalten sofort eine Eingangsbestätigung.

 

Fehlt der Button, kann der Widerruf weiterhin auf anderem Weg erklärt werden, zum Beispiel per E-Mail.

Kommt es bei Online-Einkäufen im EU-Ausland zu Problemen mit dem Widerrufsrecht, die nicht selbst gelöst werden können, steht das EVZ Deutschland Verbraucherinnen und Verbrauchern kostenlos zur Seite.

 

www.evz.de

 

Foto: Adobe Stock / Farknot Architect

Helaba investiert in Standort NRW

Die Helaba setzt ein deutliches Zeichen für ihre langfristige Präsenz in Nordrhein-Westfalen: Zum 1. April 2026 werden die rund 500 Mitarbeitenden der Niederlassung Düsseldorf das moderne Bürogebäude „Heylo“ in der Schwannstraße 6 beziehen. Mit dem neuen Standort unterstreicht die Helaba ihr strategisches Engagement für die Region und schafft gleichzeitig für die Mitarbeitenden eine zukunftsfähige und attraktive Arbeitsumgebung.

Hans-Dieter Kemler, im Vorstand der Helaba u.a. zuständig für die Niederlassung Düsseldorf, betont: „Als Landesbank für Nordrhein-Westfalen und Sparkassenzentralbank sind wir eng mit der Region verbunden. Die neue Niederlassung ist der Ankerpunkt, von dem aus wir gemeinsam mit unseren Kunden vor Ort die Zukunft gestalten wollen.“ Die Nähe zu den Kunden und Partnern vor Ort ist für Hans-Dieter Kemler von zentraler Bedeutung: „Wir setzen auf langfristige Kundenbeziehungen und verstehen uns als aktive Begleiterin im Transformationsprozess der Wirtschaft – insbesondere auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Ein wichtiges Element ist dabei die enge Zusammenarbeit mit den Sparkassen. Gemeinsam unterstützen wir Unternehmen, institutionelle Kunden und die öffentliche Hand in Nordrhein-Westfalen dabei, die Herausforderungen des Wandels zu meistern und innovative Lösungen zu entwickeln.“

In Zeiten von Homeoffice und digitaler Transformation investiert die Helaba bewusst in physische Präsenz und modernste Arbeitswelten. Das Gebäude „Heylo“ bietet den Mitarbeitenden der Helaba eine innovative Arbeitswelt, die auf moderne Arbeitsformen, Nachhaltigkeit und Flexibilität ausgerichtet ist und stärkt so die Position der Helaba als attraktive Arbeitgeberin am Standort Düsseldorf. Damit schafft die Bank optimale Voraussetzungen, um auch künftig als verlässliche Partnerin für Unternehmen, institutionelle Kunden und die öffentliche Hand in der Wirtschaftsregion Nordrhein-Westfalen zur Verfügung zu stehen.

 

www.helaba.de

Bildrechte by Textschwestern

Heute „Drei Sterne für das „FunkenbergQuartier“ und  Montag ist Richtfest für den Zentralcampus der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW (HSPV NRW)

In Herne geht es Schlag auf Schlag:  Die Stadt Herne hat einen wichtigen Erfolg auf dem Weg zur erfolgreichen Beantragung der Fördermittel eingefahren: Die Projektplanung für eine Revitalisierung und Entwicklung des FunkenbergQuartiers Ost hat eine Drei-Sterne-Bewertung erhalten und erfüllt damit alle formalen Voraussetzungen für eine kurzfristige Einreichung des Förderantrag.

 

Damit hat das Projektvorhaben eine weitere, wichtige Hürde auf dem Weg um Strukturfördermittel von Bund und Land aus dem 5-StandorteProgramm zu bekommen, genommen: „Mit dieser Entscheidung kommen wir unserem erklärten Ziel, Fördermittel in mittlerer zweistelliger Höhe für die Entwicklung des östlichen Teils des FunkenbergQuartiers einzuwerben, einen großen Schritt näher“, freut sich Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda.

 

Um den vom Kohleausstieg besonders betroffenen Kommunen Perspektiven im Strukturwandel zu eröffnen, unterstützt die Bundesregierung in Nordrhein-Westfalen fünf Standorte von Steinkohlekraftwerken bis 2038 mit bis zu 662 Millionen Euro. Herne ist einer der Standorte. Weitere Standorte sind die Städte Gelsenkirchen, Duisburg und Hamm sowie der Kreis Unna. Die Umsetzung des Programms erfolgt durch das Land NRW.

 

Aus Sicht der Herner Wirtschaftsförderungsgesellschaft Herne Business erläutert Dr. Svenja Rebsch den Stellenwert der Drei-Sterne-Bewertung: „Mit diesem Votum geht die Feststellung einher, dass das Projekt in der vorliegenden Form alle formellen Voraussetzungen für eine Beantragung von Fördermitteln erfüllt.“ Im Gegensatz zu anderen Projekten habe bei diesem Vorhaben nicht nachgearbeitet werden müssen.

 

„Dieser Erfolg freut uns sehr, weil sich damit zeigt, dass unsere Ideen und Planungen exakt auf der Linie dessen liegen, was aus Sicht des Fördermittelgebers von einem solchen Transformationsprojekt erwartet wird und im Sinne einer zukunftsweisenden Wirtschafts- und Stadtentwicklung Sinn ergibt. Im Hinblick auf die kommende Beantragung der Fördermittel ist das ein sehr gute Nachricht“, so Ronald Graf, Geschäftsführer der Funkenbergquartier-Entwicklungsgesellschaft Herne (FEG).

 

Für die Stadt Herne stellte Oberbürgermeister Frank Dudda nochmals heraus, dass man beim 5-StandorteProgramm mit mehreren Projekten parallel an den Start gehe, die aber gezielt auf einander abgestimmt seien: „Wir entwickeln mit ChemINa, einem Spitzen-Cluster der Chemieforschung in Deutschland, und dem Transformationszentrum für Georessourcen und Ökologie (TGÖ) gezielt des Hochschul- und Wissenschaftsstandort Herne weiter. Hier fügt sich die Entwicklung des FunkenbergQuartiers nahtlos ein, zumal wir in absehbarer Zeit auch weitere Details zur geplanten Wohnbebauung auf dem Areal werden berichten können.“

 

Aber auch bei der Polizeihochschule geht es ständig voran: Am kommenden Montag findet schon das Richtfest statt.

 

Die HSPV NRW ist mit ihren neun Studienorten die größte Verwaltungshochschule Europas. Mehr als 14.000 Studierende absolvieren hier in sechs Studiengängen den theoretischen Teil ihres dualen Bachelorstudiums in der kommunalen und staatlichen Verwaltung, bei der Rentenversicherung sowie bei der Polizei. Am neuen Zentralcampus Herne werden die bisherigen Studienorte Herne, Gelsenkirchen, Dortmund und Hagen sowie die Zentralverwaltung der Hochschule ihren neuen Standort finden.

Zum Richtfest mit den traditionellen Nagelschlägen sowie einer Richtkranzerhöhung werden zusammen mit den Bauherren der Firma Hochtief NRW-Innenminister Herbert Reul, der Arnsberger Regierungspräsidenten Heinrich Böckelühr und der Herner Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda erwartet. Auch das Präsidium der HSPV NRW um Präsident Martin Bornträger wird dem Festakt beiwohnen.

Niederländische Chemiefabriken können nicht mehr mithalten

Gleich drei Fabriken des Chemieunternehmens Fibrant haben im Herbst diesen Jahres in den Niederlanden die Produktion eingestellt. Damit erhöht das Unternehmen die Zahl einer wachsenden Gruppe von Industrieunternehmen, die ihre Türen schließen oder den Niederlanden den Rücken kehren. Zuvor hatten BP und Shell beschlossen, den Bau neuer Fabriken einzustellen. Darüber hinaus haben Unternehmen wie Indorama, Vynova und Tronox, die beispielsweise Kunststoff oder PVC herstellen, die Türen ihrer niederländischen Fabriken geschlossen. Das berichtet die Nachrichtenplattform nu.nl.

 

Die aktuellen Betriebsschließungen nähren die Befürchtung, dass in nächster Zeit weitere Schläge folgen werden. Denn viele Chemieunternehmen arbeiten zusammen oder sind Kunden voneinander. Die Erklärungen ähneln sich. Die Unternehmen könnten nach Meinung der Interessenvertretung der chemischen Industrie (VNCI) unter anderem aufgrund der hohen Energiepreise nicht mehr mit der Konkurrenz aus China mithalten. Diese böte Verkaufspreise an, die unter den Kosten in Europa liegen. „Unternehmen verdienen in den Niederlanden nicht genug und gehen auch nicht davon aus, dass sich dies in Zukunft ändern wird“, so eine Sprecherin des VNCI. Dann investiere man eben nicht mehr, etwa in größere Instandhaltungsmaßnahmen. Und dann müsse man früher oder später schließen.

 

Für eine Reihe von Unternehmen der Branche sei es nicht fünf vor zwölf, sondern Viertel nach zwölf. Und das ist laut VNCI auch „die Botschaft, die wir einer neuen Regierung mitgeben“. Bei Chemelot, dem Industriepark in Limburg, wo Fibrant Fabriken schließt, spüre man ebenfalls Auswirkungen. Zwar strebe man im Betrieb die vollständige Klimaneutralität an, so eine Unternehmenssprecherin. Aber dafür müssten die Rahmenbedingungen stimmen, zum Beispiel gleiche Wettbewerbsbedingungen. So seien die Energiepreise in den Niederlanden höher als in Belgien oder Deutschland. Außerdem drohe eine CO2-Steuer.

 

Im Chemiepark in Limburg seien die Unternehmen stark miteinander verbunden. Sie kaufen Produkte voneinander und teilen sich beispielsweise die Kosten für die Wasseraufbereitung. Wenn ein Unternehmen wegbricht, habe das oft auch Auswirkungen auf andere. Die Chemiebranche hoffe daher auf ein Förderprojekt, wie es die Regierung bereits für die Chipindustrie aufgelegt hat. Dabei investiere die Regierung rund 2,5 Milliarden Euro in Bereiche wie Bildung, Energie und Infrastruktur. Die Provinzregierung ist der Meinung, dass auch für die chemische Industrie in Limburg ein solches Hilfspaket geschnürt werden sollte.

 

Von Julian Binn   www.AHA24x7.com

Die Lebensmittelindustrie befreit sich von fossiler Abhängigkeit: Produzent stellt eigenes Biogas her

Der Energieverbrauch der Lebensmittelindustrie stammt überwiegend von fossilen Brennstoffen. Jetzt übernimmt ein Lebensmittelproduzent die Führung in der Branche und schafft einen Produktionskreislauf, der den jährlichen CO2-Ausstoß um 2.000 Tonnen reduziert.

Laut Umweltbundesamt stammen vier Prozent der gesamten Treibhausgas-Emissionen in Deutschland ausschließlich von Biomüll, und über 70 Prozent des gesamten Energieverbrauchs der Lebensmittelindustrie stammen aus fossilen Quellen. Jetzt hat OSCAR, ein Hersteller von professionellen Lebensmittelzutaten, einen strategisch konkreten Schritt unternommen, um dessen CO2-Ausstoß beträchtlich zu reduzieren.

 

Das Unternehmen hat im finnischen Juuka neben der Produktionsstätte eine Biogasanlage etabliert. Dort wird Bioabfall aus der Fabrik in Biogas umgewandelt, welches in der Fabrik langfristig 80 Prozent der Energie ausmachen wird, die für die Lebensmittelproduktion des Unternehmens benötigt wird. Das Ergebnis ist ein fast autarker Produktionskreislauf, der den jährlichen CO₂-Ausstoß um 1.900 Tonnen reduzieren soll.

 

„Als Branche müssen wir etwas tun. Jedes Jahr sind wir für viele Millionen Tonnen CO2-Ausstoß verantwortlich, und damit geben wir uns nicht zufrieden. Deshalb müssen wir konkrete Maßnahmen ergreifen, die nicht nur eine theoretische Strategieentwicklung darstellen, sondern hier und jetzt etwas bewirken. Mit einer eigenen Biogasanlage haben wir die einzigartige Möglichkeit, einen Kreislauf zu erschaffen”, erklärt Paul den Dunnen, Geschäftsleiter der Oscar A/S.

 

In Deutschland hat in den vergangenen Jahren das Interesse an der Wiederverwertung von Biomüll zugenommen, aber die meisten Initiativen befinden sich weiterhin in einer experimentellen Phase oder in kommunaler Hand. Laut der FNR (Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.) stammen etwa 12 Prozent der deutschen Biogasproduktion aus Biomüll aus dem gewerblichen und kommunalen Bereich.

„In Produktionsresten und Essensresten steckt ein unausgeschöpftes Potenzial zur Produktion von Biogas. Für mich ist die Produktion und Verwendung von Biogas für die Lebensmittelindustrie sehr vielversprechend, da in wärmeerzeugenden Anlagen Erdgas eins zu eins durch Biogas ersetzt werden kann. Dies zieht in der Regel eine Reduktion des CO2-Ausstoßes um bis zu 90 Prozent mit sich“, weiß Dr.-Ing. Frank Scholwin vom Institut für Biogas in Weimar. Er ergänzt, dass es noch interessanter wird, wenn die Biogasanlagen Teil eines Industrieunternehmens werden: 

„Man spart einen wesentlichen Teil der Transporte der Substrate für die Biogasproduktion, wenn die Anlage Teil eines Unternehmens wird. Mit diesem Ansatz wird die Lebensmittelindustrie einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten können, und ich habe ganz klar den Eindruck, dass die Biogastechnologie für viele Lebensmittelwerke eine perfekte Ergänzung darstellt.“

OSCAR® ist ein dänischer Lebensmittelproduzent, der professionelle Fonds, Saucen und Bouillons für Restaurants, Kantinen und die Lebensmittelindustrie fertigt. Das Unternehmen verbindet kulinarisches Handwerk mit nachhaltiger Produktion und stellt hauptsächlich in Finnland her. www.oscarnordic.de/

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