RWE bekommt grünes Licht für die Rheinpipeline. Die Bezirksregierung Arnsberg hat den Rahmenbetriebsplan für Bau und Betrieb einer Rheinwassertransportleitung genehmigt. Damit erhält RWE die rechtliche Grundlage, eine rund 45 Kilometer lange Leitung vom Rhein bei Dormagen zu den Tagebauen Hambach und Garzweiler zu errichten.
Die Trasse gilt als zentrales Infrastrukturprojekt für die Rekultivierung der ehemaligen Braunkohletagebaue im Rheinischen Revier. Durch die Transportleitung soll was vom Rhein abgepumpt werden, das dann den Hambacher See über Jahrzehnte füllt.
Dafür sollen aus dem Rhein bei Dormagen in Abhängigkeit vom Rheinwasserstand nach einem gestaffelten Entnahmekonzept bis zu 18 m³/s Wasser entnommen werden, also bis zu 18.000 Liter pro Sekunde.
Der geplante Hambacher See soll einmal rund 4,3 Milliarden Kubikmeter Wasser fassen. Wo heute noch der Braunkohletagebau Hambach klafft, soll ein riesiger See entstehen – so groß wie fast 5.000 Fußballfelder und über 300 Meter tief – doch die Diskussionen um das Mega-Projekt sind groß.
Baustart schon im März bei Hambach
Nach Angaben des Unternehmens soll der Bau Anfang März im Bereich der ehemaligen Fernbandtrasse („Speedway“) am Tagebau Hambach bei Elsdorf beginnen. Weitere Bauabschnitte sind bei Dormagen sowie am geplanten Verteilbauwerk in Grevenbroich-Allrath vorgesehen; dort sollen die Arbeiten bis zum Sommer anlaufen.
Bereits in den kommenden Tagen starten bauvorbereitende Maßnahmen, darunter der Bau von Baustraßen und die Einrichtung von Baustellenflächen. Dafür sind stellenweise Rodungs- und Rückschnittarbeiten erforderlich. RWE verweist darauf, dass die Maßnahmen im Rahmen der erteilten Genehmigung sowie unter Einhaltung geltender Umwelt- und Sicherheitsstandards erfolgen sollen.
Leitung als Voraussetzung für neue Tagebauseen
Die Rheinwassertransportleitung ist Teil der landesplanerisch abgestimmten Rekultivierungsplanung. Über sie soll künftig Rheinwasser in die Restlöcher der Tagebaue geleitet werden. Ziel ist unter anderem die Entstehung großer Tagebauseen, die langfristig als neue Landschaftsräume genutzt werden sollen.
Nach aktueller Planung soll die Leitung bis 2030 fertiggestellt sein. Im selben Jahr soll die Befüllung des künftigen Hambacher Sees beginnen. Für den Tagebausee Garzweiler ist der Start der Flutung ab 2036 vorgesehen. Der Tagebau Inden wird laut Planung ebenfalls ab 2030 geflutet, dort jedoch mit Wasser aus der nahegelegenen Rur.
Bedeutung für Wasserhaushalt und Strukturwandel
RWE ordnet das Projekt in den Kontext des Strukturwandels im Rheinischen Revier ein. Neben der Seebefüllung soll die Leitung nach Unternehmensangaben dazu beitragen, Feuchtgebiete im Naturpark Schwalm-Nette zu sichern und den regionalen Grundwasserhaushalt zu stabilisieren.
Mit der Genehmigung durch die Bezirksregierung ist ein wesentlicher formaler Schritt für die Umsetzung erfolgt. Der Bau der Leitung markiert damit den Übergang von der Planungs- in die Umsetzungsphase eines der größten wasserwirtschaftlichen Vorhaben im Zuge des Braunkohleausstiegs in Nordrhein-Westfalen.
Kritik von Umweltverbänden
So gewaltig das Projekt ist – so groß sind auch die Diskussionen. Die Leitung bringt zweifellos Chancen: Sie hilft, die riesige Grube in einen nutzbaren See zu verwandeln, unterstützt den Wiederanstieg des Grundwassers und bewahrt bedrohte Feuchtgebiete vor dem Austrocknen. Doch Umweltverbände sehen auch Risiken.
Ein zentrales Thema ist die Wasserqualität. Der Rhein führt – trotz verbesserter Wasserreinhaltung – noch immer Spurenstoffe, Medikamentenrückstände und Mikroplastik mit sich. Wird dieses Wasser ungefiltert in den künftigen See eingeleitet, könnten sich diese Stoffe im Boden ablagern oder ins Grundwasser übergehen.
Vor allem die Lage der Entnahmestelle – direkt unterhalb des Chemparks Dormagen – sorgt für Kritik: Dort gelangen auch gereinigte Abwässer in den Fluss. Umweltschützer forderten außerdem, RWE solle für die Wasserentnahme zahlen – und zwar 5 Cent pro Kubikmeter.
RWE betont, dass alle relevanten Wasserwerte geprüft wurden und keine Gefahr für Mensch oder Umwelt besteht. Umweltverbände wie der BUND fordern dennoch ein autonomes Monitoring direkt an der Entnahmestelle – sowie gegebenenfalls eine Filterung oder alternative Standorte.
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Wer nachhaltig und kostengünstig Auto fahren möchte, könnte sich überlegen, auf ein gebrauchtes Elektrofahrzeug umzusteigen. Dank des niedrigeren Kaufpreises, der geringen Wertminderung und der niedrigen Wartungskosten dürfte das Fahren mit einem Elektroauto für viele eine echte Option werden. Ein gebrauchtes Elektroauto kostet oft viel weniger als ein neues. Demnach ist es eine kostengünstige Möglichkeit, auf umweltfreundliches Fahren umzusteigen. So werden keine neuen Rohstoffe und keine neue Energie für die Produktion eines neuen Autos benötigt. Weil aber Niederländer bislang wenig Interesse an einem Gebrauchten zeigen, kommen immer mehr gebrauchte Elektroautos auf den Markt, und sie werden immer günstiger. Das meldet die Nachrichtenplattform nu.nl.
Der Verkauf von Gebrauchtwagen läuft in den Niederlanden insgesamt betrachtet gut. Nach Informationen der Verbände BOVAG und RDC wurden 2025 mehr Gebrauchtwagen verkauft als im Vorjahr. Der Durchschnittspreis aller Gebrauchtwagen steigt infolgedessen leicht an. Bei Elektrofahrzeugen sinken die Preise jedoch stark. Der Durchschnittspreis ist auf 40.000 Euro gefallen, 4.000 Euro weniger als im Oktober 2024. Laut Beobachtern ist dieser Preisrückgang darauf zurückzuführen, dass mehr Elektroautos auf Lager sind.
Daher dürften die Preise für gebrauchte Elektroautos vorerst weiter sinken, da zudem mehr günstige chinesische Modelle als Gebrauchtwagen auf den Markt kommen. Viele potenzielle Käufer warten erst einmal ab, ob eine künftige Regierung womöglich mehr finanzielle Unterstützung für (gebrauchte) Elektroautos bereitstellen wird. Durch die Abschaffung von Subventionen für Elektrofahrzeuge sind auch Gebrauchtwagen teurer geworden. Und ab 2026 müssen Fahrer von Elektroautos darüber hinaus mehr Kfz-Steuer zahlen.
Importe aus China und der Zustand der Batterien
Mobilitätsexperten sind der Meinung, dass Plug-in-Hybride für den durchschnittlichen Autofahrer in den Niederlanden noch immer zu viele Hürden mit sich bringen, insbesondere in finanzieller Hinsicht. So seien Gebrauchtwagen mit Benzinmotor nach dem Preisverfall immer noch durchschnittlich 30 Prozent günstiger als Plug-in-Hybride. Auch die Versicherung und die Kfz-Steuer für einen reinen Verbrenner seien in der Regel niedriger als für ein Hybrid- oder Elektroauto.
Eine weitere Hürde ist, dass die Niederländer sich Sorgen um den Zustand der Batterie eines gebrauchten Elektroautos machen. Wie bei einem Smartphone verschlechtert sich der Zustand der Batterie eines Elektroautos im Laufe der Jahre. Infolgedessen kann man zunehmend weniger Kilometer ohne Aufladen fahren. Aufgrund der geringen Nachfrage und des Zustroms billiger chinesischer Elektroautos wird der Preis für ein gebrauchtes Elektroauto in den kommenden Monaten wahrscheinlich noch weiter sinken.
Text Julian Binn www.AHA7x24.com
Heute (15.01.) stellte das Projektmanagementteam des Fachbereichs Organisation und Personalwirtschaft der Stadt Essen in der 22. Etage des Essener Rathauses die neue Arbeitgebermarke der Stadt Essen offiziell vor. Neben Oberbürgermeister Thomas Kufen nahmen der gesamte Verwaltungsvorstand sowie zahlreiche projektbeteiligte Mitarbeiter*innen an der Veranstaltung teil
"Der Bedarf an Arbeitskräften auf allen Ebenen ist bereits heute enorm und wird in den kommenden Jahren weiter steigen – auch in der Essener Stadtverwaltung. Im Wettbewerb um Fach- und Nachwuchskräfte ist es deshalb entscheidend, als Arbeitgeberin klar positioniert zu sein und ein starkes Wir-Gefühl zu vermitteln. Mit der neuen Arbeitgebermarke ESSENziell schaffen wir dafür eine wichtige Grundlage. Mein besonderer Dank gilt allen Mitarbeitenden, die sich mit großem Engagement in den Entwicklungsprozess eingebracht und diese Marke gemeinsam gestaltet haben", so Oberbürgermeister Thomas Kufen.
ESSENziell als neue Positionierung am Markt
Mit dem Launch von ESSENziell löst die Stadt Essen ihre bisherige Personalmarketinglinie auf sämtlichen Medien ab und positioniert sich künftig einheitlich unter der neuen Arbeitgebermarke am Markt.
Die neue Marke ESSENziell betont die Unverzichtbarkeit jeder*jedes Einzelnen für das Funktionieren der Stadt. Die Mitarbeiter*innen der Stadt Essen werden damit in den Fokus gerückt. Sie vermittelt klar, für welche Werte und Leistungen die Arbeitgeberin Stadt Essen steht: Wir handeln im Dienst der Gesellschaft für ein besseres Leben in Essen, fördern die Entwicklung und Perspektiven jeder*jedes Einzelnen und schaffen eine gemeinsame Orientierung - ein WIR-Gefühl. Dabei sind wir vielfältig und zukunftsorientiert und verhalten uns menschlich bzw. ehrlich und echt. Die Bildsprache und die kommunikativen Botschaften der Marke werden genau das aufgreifen.
Beitrag zur Mitarbeiterbindung und Fachkräftegewinnung
Nach innen soll ESSENziell die Identifikation der Mitarbeitenden mit der Stadt Essen als Arbeitgeberin weiter stärken und damit einen Beitrag zur Mitarbeiterbindung leisten. Nach außen unterstützt die Marke eine klare und wettbewerbsfähige Positionierung am Arbeitsmarkt, um Nachwuchs- und Fachkräfte gezielt anzusprechen.
Entwicklungsprozess mit starken Partnern und Beteiligung von über 4.100 Mitarbeitenden
Der Launch markiert den Abschluss einer rund zweijährigen Projektphase, in der die Arbeitgebermarke von Grund auf entwickelt wurde. Unterstützt wurde das städtische Projektteam dabei von erfahrenen externen Partnerinnen*Partnern im Bereich Employer Branding und Design: den Agenturen sasserathNOW aus Berlin und Leagas Delaney aus Hamburg.
Ein zentrales Anliegen der Personalvorständin Annabelle Brandes war es von Beginn an, die neue Marke gemeinsam mit den Mitarbeitenden der Stadtverwaltung zu entwickeln. Über verschiedene Beteiligungsformate brachten sich mehr als 4.100 Mitarbeitende in den Prozess ein. Ziel war es, eine authentische Arbeitgebermarke zu schaffen, mit der sich die Mitarbeitenden identifizieren können.
Erste Umsetzungsbeispiele und neuer Imagefilm
Im Rahmen der Launch-Veranstaltung wurden neben der Entstehungsgeschichte und der strategischen Ausrichtung der Marke auch erste Umsetzungsbeispiele von dem neuen Design der Marke präsentiert. Dazu zählten unter anderem die neue Karriereseite, der Messeauftritt sowie der neue Imagefilm. Letzterer wurde von der Agentur twoseconds aus Krefeld umgesetzt und ausschließlich mit städtischen Darstellerinnen*Darstellern realisiert.
Symbolische Unterzeichnung durch den Verwaltungsvorstand
Als symbolisches Zeichen für den gemeinsamen Auftritt unter der neuen Arbeitgebermarke unterzeichnete der gesamte Verwaltungsvorstand ein vorbereites Markenposter. Die heutige Veranstaltung markierte den Auftakt für alle weiteren Maßnahmen zur Bekanntmachung und nachhaltigen Etablierung der neuen Arbeitgebermarke ESSENziell.
Die Anpassung des Doppelbesteuerungsabkommens zwischen Deutschland und den Niederlanden ist seit dem 1. Januar 2026 in Kraft. Grenzpendler können damit bis zu 34 Tage im Jahr im Homeoffice arbeiten, ohne dass sich ihre steuerliche Behandlung ändert. Für viele Beschäftigte und ihre Arbeitgeber bedeutet das mehr Klarheit, weniger Bürokratie und zusätzliche Planungssicherheit im grenzüberschreitenden Arbeitsalltag.
NRW-Finanzminister Marcus Optendrenk begrüßt das Inkrafttreten der Regelung ausdrücklich: „Dass die neue Homeoffice-Regelung nun gilt, ist ein wichtiges Signal für die Menschen in der Grenzregion. Sie schafft Rechtssicherheit und berücksichtigt endlich die Realität moderner Arbeitsformen. Nordrhein-Westfalen setzt sich seit Jahren dafür ein, dass Grenzpendler nicht durch steuerliche Hürden ausgebremst werden. Dieser Schritt zeigt, dass sich dieser Einsatz gelohnt hat“, so der Minister.
Nordrhein-Westfalen hatte frühzeitig auf Bundesebene auf die bestehenden Probleme hingewiesen und sich dafür starkgemacht, die während der Corona-Pandemie geltenden Übergangsregelungen nicht ersatzlos auslaufen zu lassen. Gerade in Grenzregionen wie Aachen, Heinsberg, Kleve oder dem Kreis Viersen hatten die bisherigen Regelungen zu erheblichem Verwaltungsaufwand und Unsicherheit geführt, da Einkünfte häufig zwischen beiden Staaten aufgeteilt werden mussten.
Die nun geltende 34-Tage-Regelung reduziert diesen Aufwand deutlich, bleibt aus Sicht des Landes aber ein erster Schritt. Auch die niederländische Seite hat deutlich gemacht, dass sie sich für weitergehende Lösungen einsetzen will, die es Grenzpendlern ermöglichen, regelmäßig ein oder zwei Tage pro Woche im Homeoffice zu arbeiten, ohne steuerliche Nachteile befürchten zu müssen.
Optendrenk unterstreicht diesen Anspruch. „Unser Ziel bleibt eine einfache und faire Besteuerung für Grenzpendler, die echte Planungssicherheit bietet. Wer grenzüberschreitend arbeitet, soll frei entscheiden können, wo und wie gearbeitet wird. Nordrhein-Westfalen wird sich weiterhin beim Bund und im europäischen Kontext dafür einsetzen, dass die steuerlichen Regeln mit der Flexibilisierung der Arbeitswelt Schritt halten.“
Die Ankündigung der niederländischen Regierung, das Thema auch auf Ebene der OECD, der Europäischen Union sowie im Rahmen der Benelux-Zusammenarbeit weiter voranzutreiben, wird in Nordrhein-Westfalen ausdrücklich begrüßt. Das Land sieht darin eine Chance, langfristig tragfähige und alltagstaugliche Lösungen für Grenzpendler zu erreichen und den Wirtschafts- und Lebensraum in der Grenzregion weiter zu stärken.
Von Julian Binn www@AHA24x7.com
Die bedeutendste internationale Infrastrukturmesse Deutschlands, die InfraTech 2026, vom 13. bis 15. Januar 2026 in der Messe Essen steht bevor. Die InfraTech 2026 ist das erste Branchentreffen der Anbieter von Infrastruktur im Neuen Jahr. Durch das Sondervermögen von 500 Milliarden Euro, das in den nächsten Jahren in die Sanierung der Infrastruktur in Deutschland fließt und die Nachfrage nach oben schießen lässt, hat die Bedeutung der Messe noch einmal stark zugelegt.
Das zeigt sich in der Zahl der Aussteller, die von 200 im Jahr 2024 auf jetzt 270 stark gestiegen ist. Darunter sind neben hoch innovativen Spezialisten aus dem Mittelstand auch nationale und internationale Branchengrößen und Weltmarktführer wie Saint-Gobain, Aco, Gelsenwasser, Rehau Industries, Eurovia, Semperit, Sika und die Infrastruktur-Tochter der Deutschen Bahn. Im Mittelpunkt der Messe 2026 stehen die Themen Infrastrukturmodernisierung, Wasser & Klima, Mobilität und Digitalisierung. Erwartet werden über 7500 Fachbesucher von Infrastruktur-Unternehmen, von Kommunen und Öffentlichen Auftraggebern.
Die Messe wird am 13. Januar 2026 von Nordrhein-Westfalens Verkehrs- und Umweltminister Oliver Krischer eröffnet, gemeinsam mit dem Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie, Tim-Oliver Müller, und dem erst seit dem 1.1.2026 amtierenden neuen Chef von Straßen.NRW, Christoph Jansen. Die InfraTech ist einer der ersten offiziellen Termine des neuen Behördenchefs. www.infratech.de
Als strategischer Partner und bedeutsamer Arbeitgeber der Infrastrukturbranche präsentiert sich der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen - kurz Straßen.NRW - auf der Fachmesse. Das gemeinsame Motto lautet: "Engineering the future". Obwohl der Landesbetrieb nun schon seit 25 Jahren besteht, steht am Messestand in Halle 3 ganz klar die Zukunft im Mittelpunkt. Besucher*innen erleben anhand ausgesuchter Projekte spannende und innovative Themen: Sicherheits- und Betriebstechnik in Straßentunneln, Temperaturabgesenkter Asphalt sowie Motorradsicherheit. www.strassen.nrw.de
BOE INTERNATIONAL – INTERNATIONAL TRADE FAIR FOR INNOVATIVE EVENT SOLUTIONS
Die boe international ist der internationale Treffpunkt der Event- und Messeindustrie und eröffnet jedes Jahr im Januar das Veranstaltungsjahr. Unter dem Motto „People. Events. Innovations.“ zeigt
die Leitmesse in Dortmund, wie die Zukunft der Events Form annimmt. Die boe bringt Anbieter aus Messebau, Ausstattung, Technik und Event IT sowie Locations, Catering und Acts mit Fachbesuchern,
Agenturen, Unternehmen und strategischen Entscheidern aus Marketing, HR und Procurement zusammen. Gleichzeitig richtet sich die boe an Eventverantwortliche aus der gesamten Wirtschaft – von Office
Managern bis zu Unternehmenskommunikation – die Formate wie Jubiläen, Messen oder Mitarbeiterevents organisieren und nach verlässlichen Partnern und kreativen Lösungen suchen. Neben praxisnahen
Impulsen und Networking-Möglichkeiten bietet die Leitmesse ein Rahmenprogramm mit Vorträgen, Panels und Side Events. Auch Talente und Studierende nutzen sie als Karriereplattform und Sprungbrett in
die Branche. Fachlicher Träger der Messe ist die Bundesvereinigung der Veranstaltungswirtschaft fwd:.
Zu ihrer ersten Sitzung ist nun die Steuerungsgruppe des DIWA-Projektes (Drought Strategies in Water Management – deutsch: Trockenheitsstrategien in der Wasserwirtschaft) im Haus der Niederlande in Münster zusammengekommen.
Die Bezirksregierung Münster richtete die Veranstaltung aus, in der der Fortschritt des Interreg VI-Projekts besprochen wurde. Das Projekt DIWA entwickelt mit zehn Partnern – fünf deutsche, vier niederländische und ein deutsch-niederländischer – einen grenzübergreifenden Ansatz zur Bewältigung von Trockenheit in Deutschland und den Niederlanden. Die Steuerungsgruppe übernimmt die strategische Steuerung und fördert den Wissens- und Informationsaustausch auf Leitungsebene zwischen den Projektpartnern. Die Sitzung bot Raum für einen lebendigen und konstruktiven Austausch unter den Teilnehmenden, die anschließend ein positives Fazit zogen.
Die DIWA-Projektpartner haben bereits eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt, um die Projektziele zu erreichen. Bei der Sitzung erläuterten sie die Fortschritte in den einzelnen Arbeitspaketen. Unter anderem wird ein Governance-Modell zur Trockenheitsbekämpfung entwickelt. Darüber hinaus erarbeiten die Beteiligten Szenarien und Strategien, bewerten Trockenheits-Risiken und überprüfen die Wirksamkeit der ergriffenen Maßnahmen. Im Rahmen von Pilotprojekten werden konkrete Maßnahmen zur Bewältigung von Trockenheit umgesetzt. Das daraus gewonnene Wissen fließt schließlich in einen digitalen Leitfaden ein, der den Interessengruppen im Grenzgebiet als praxisnahes Instrument zur Verfügung steht.
Zusammenarbeit und Finanzierung
Im Interreg-Projekt DIWA arbeiten die folgenden zehn Partner zusammen: Waterschap Vechtstromen (Leadpartner), Waterschap Rijn en IJssel, Provincie Gelderland, Universiteit Twente, Kreis Borken, Kreis Steinfurt, Landkreis Emsland, Landkreis Grafschaft Bentheim, Vechteverband und die EUREGIO. Die Grenzüberschreitende Plattform für regionale Wasserwirtschaft (GPRW
Gruppenbild beim Treffen der Steuerungsgruppe
Foto: Kreis Borken
Text: Julian Binn www.aha24x7.com
Gleich drei Fabriken des Chemieunternehmens Fibrant haben im Herbst diesen Jahres in den Niederlanden die Produktion eingestellt. Damit erhöht das Unternehmen die Zahl einer wachsenden Gruppe von Industrieunternehmen, die ihre Türen schließen oder den Niederlanden den Rücken kehren. Zuvor hatten BP und Shell beschlossen, den Bau neuer Fabriken einzustellen. Darüber hinaus haben Unternehmen wie Indorama, Vynova und Tronox, die beispielsweise Kunststoff oder PVC herstellen, die Türen ihrer niederländischen Fabriken geschlossen. Das berichtet die Nachrichtenplattform nu.nl.
Die aktuellen Betriebsschließungen nähren die Befürchtung, dass in nächster Zeit weitere Schläge folgen werden. Denn viele Chemieunternehmen arbeiten zusammen oder sind Kunden voneinander. Die Erklärungen ähneln sich. Die Unternehmen könnten nach Meinung der Interessenvertretung der chemischen Industrie (VNCI) unter anderem aufgrund der hohen Energiepreise nicht mehr mit der Konkurrenz aus China mithalten. Diese böte Verkaufspreise an, die unter den Kosten in Europa liegen. „Unternehmen verdienen in den Niederlanden nicht genug und gehen auch nicht davon aus, dass sich dies in Zukunft ändern wird“, so eine Sprecherin des VNCI. Dann investiere man eben nicht mehr, etwa in größere Instandhaltungsmaßnahmen. Und dann müsse man früher oder später schließen.
Für eine Reihe von Unternehmen der Branche sei es nicht fünf vor zwölf, sondern Viertel nach zwölf. Und das ist laut VNCI auch „die Botschaft, die wir einer neuen Regierung mitgeben“. Bei Chemelot, dem Industriepark in Limburg, wo Fibrant Fabriken schließt, spüre man ebenfalls Auswirkungen. Zwar strebe man im Betrieb die vollständige Klimaneutralität an, so eine Unternehmenssprecherin. Aber dafür müssten die Rahmenbedingungen stimmen, zum Beispiel gleiche Wettbewerbsbedingungen. So seien die Energiepreise in den Niederlanden höher als in Belgien oder Deutschland. Außerdem drohe eine CO2-Steuer.
Im Chemiepark in Limburg seien die Unternehmen stark miteinander verbunden. Sie kaufen Produkte voneinander und teilen sich beispielsweise die Kosten für die Wasseraufbereitung. Wenn ein Unternehmen wegbricht, habe das oft auch Auswirkungen auf andere. Die Chemiebranche hoffe daher auf ein Förderprojekt, wie es die Regierung bereits für die Chipindustrie aufgelegt hat. Dabei investiere die Regierung rund 2,5 Milliarden Euro in Bereiche wie Bildung, Energie und Infrastruktur. Die Provinzregierung ist der Meinung, dass auch für die chemische Industrie in Limburg ein solches Hilfspaket geschnürt werden sollte.
Von Julian Binn www.AHA24x7.com
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Der Energieverbrauch der Lebensmittelindustrie stammt überwiegend von fossilen Brennstoffen. Jetzt übernimmt ein Lebensmittelproduzent die Führung in der Branche und schafft einen Produktionskreislauf, der den jährlichen CO2-Ausstoß um 2.000 Tonnen reduziert. |
Laut Umweltbundesamt stammen vier Prozent der gesamten Treibhausgas-Emissionen in Deutschland ausschließlich von Biomüll, und über 70 Prozent des gesamten Energieverbrauchs der Lebensmittelindustrie stammen aus fossilen Quellen. Jetzt hat OSCAR, ein Hersteller von professionellen Lebensmittelzutaten, einen strategisch konkreten Schritt unternommen, um dessen CO2-Ausstoß beträchtlich zu reduzieren.
Das Unternehmen hat im finnischen Juuka neben der Produktionsstätte eine Biogasanlage etabliert. Dort wird Bioabfall aus der Fabrik in Biogas umgewandelt, welches in der Fabrik langfristig 80 Prozent der Energie ausmachen wird, die für die Lebensmittelproduktion des Unternehmens benötigt wird. Das Ergebnis ist ein fast autarker Produktionskreislauf, der den jährlichen CO₂-Ausstoß um 1.900 Tonnen reduzieren soll.
„Als Branche müssen wir etwas tun. Jedes Jahr sind wir für viele Millionen Tonnen CO2-Ausstoß verantwortlich, und damit geben wir uns nicht zufrieden. Deshalb müssen wir konkrete Maßnahmen ergreifen, die nicht nur eine theoretische Strategieentwicklung darstellen, sondern hier und jetzt etwas bewirken. Mit einer eigenen Biogasanlage haben wir die einzigartige Möglichkeit, einen Kreislauf zu erschaffen”, erklärt Paul den Dunnen, Geschäftsleiter der Oscar A/S.
In Deutschland hat in den vergangenen Jahren das Interesse an der Wiederverwertung von Biomüll zugenommen, aber die meisten Initiativen befinden sich weiterhin in einer experimentellen Phase oder in kommunaler Hand. Laut der FNR (Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.) stammen etwa 12 Prozent der deutschen Biogasproduktion aus Biomüll aus dem gewerblichen und kommunalen Bereich.
„In Produktionsresten und Essensresten steckt ein unausgeschöpftes Potenzial zur Produktion von Biogas. Für mich ist die Produktion und Verwendung von Biogas für die Lebensmittelindustrie sehr vielversprechend, da in wärmeerzeugenden Anlagen Erdgas eins zu eins durch Biogas ersetzt werden kann. Dies zieht in der Regel eine Reduktion des CO2-Ausstoßes um bis zu 90 Prozent mit sich“, weiß Dr.-Ing. Frank Scholwin vom Institut für Biogas in Weimar. Er ergänzt, dass es noch interessanter wird, wenn die Biogasanlagen Teil eines Industrieunternehmens werden:
„Man spart einen wesentlichen Teil der Transporte der Substrate für die Biogasproduktion, wenn die Anlage Teil eines Unternehmens wird. Mit diesem Ansatz wird die Lebensmittelindustrie einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten können, und ich habe ganz klar den Eindruck, dass die Biogastechnologie für viele Lebensmittelwerke eine perfekte Ergänzung darstellt.“
OSCAR® ist ein dänischer Lebensmittelproduzent, der professionelle Fonds, Saucen und Bouillons für Restaurants, Kantinen und die Lebensmittelindustrie fertigt. Das Unternehmen verbindet kulinarisches Handwerk mit nachhaltiger Produktion und stellt hauptsächlich in Finnland her. www.oscarnordic.de/