Hallo again in Herne – der RevuePalast Ruhr ist wieder da

Ein Jahr musste der Palast auf seine Neueröffnung warten und kurz bevor der Vorhang hochgehen sollte, ein Faux pas mit dem Computer – aber was lange währt, wurde eine tolle Show in der neuen Umgebung am Gysenberg in Herne.

 

Die Herner lieben ihren Mondpalast von Wanne-Eickel und jetzt ist der RevuePalast auch in der Stadt. Wie Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda in seiner Rede zur Eröffnung richtig sagte: “Herne ist jetzt eine Stadt mit zwei Palästen und ein einem Schloss (Strünkede)“.

 

Der RevuePalast Ruhr residiert in der alten Squash-Halle neben der Herner Eishockey-Arena und hat sich damit auch eine gute Infrastruktur geschaffen. Zur Premiere war die Halle bis auf den letzten Sitzplatz ausgebucht. 

 

Nach einer Verzögerung bis zur Show, waren sich jedoch alle Besucher am Ende einig: Das Warten hat sich gelohnt, wir erlebten einen tollen Abend und beglückwünschen Marvin Boettcher und sein Ensemble für diese wunderbare Show. Weiterhin Toi, Toi Toi

 

/Cornelia Dahl-Jörgensen

 

Vom Pott rauf auf 207 Meter Höhe: Bochumer Currywurst erobert den Berliner Fernsehturm

Was im Ruhrgebiet seit Jahrzehnten Kult ist, hat es jetzt bis ganz nach oben geschafft: Die Currywurst der Traditionsfleischerei Dönninghaus aus Bochum wird ab sofort im Sphere Tim Raue auf dem Berliner Fernsehturm, dem höchsten Drehrestaurant der Europäischen Union, auf 207 Metern Höhe und in der Sphere Bar direkt darunter serviert. Eine Wurst aus dem Pott, veredelt mit gleich zwei Soßen von Tim Raue, serviert über den Dächern der Hauptstadt: ehrliches Handwerk trifft internationale Bühne.

 

Die Geschichte dieser Wurst beginnt im Jahr 1937. Damals gründete Otto Dönninghaus die Fleischerei in Bochum. Heute führt Enkel Dirk Schulz den Betrieb in dritter Generation. Woche für Woche entstehen hier rund 40.000 bis 50.000 Würste – nach einer über Jahrzehnte bewahrten Rezeptur, mit Naturgewürzen, Naturdarm und ohne Kompromisse bei der Qualität. Im Ruhrgebiet ist die Dönninghaus-Currywurst längst mehr als ein Snack: Sie ist ein Stück Bochumer Identität.

 

Der Weg auf den Berliner Fernsehturm begann mit einem besonderen Moment: Für seine TV-Serie „Tim Raue isst!“ suchte Sternekoch Tim Raue 2025 die beste Currywurst Deutschlands – und wurde in Bochum fündig. „Als Tim Raue plötzlich bei uns in der Fleischerei stand, war das erst einmal surreal“, erinnert sich Dirk Schulz. „Er probierte die Wurst, schaute mich an und sagte sinngemäß: Das ist genau das, wonach ich gesucht habe. Für uns war sofort klar: Das ist etwas Besonderes.“

 

Für den Berliner Fernsehturm wurde die Currywurst neu gedacht – ohne ihren Charakter zu verlieren. Die Inspiration, die Wurst mit zwei Soßen zu servieren, stammt von der Berliner Currybaude. Die Umsetzung jedoch ist eine eigene: Eine der beiden Soßen wird direkt in der Küche des Sphere Tim Raue frisch zubereitet – mit ordentlich Feuer, Zwiebeln und feinem Curry-Schaum. Die zweite Soße basiert auf einem Rezept von Tim Raue und stammt von Landwirt Torsten Rahlf, der für hochwertige Zutaten aus Brandenburg steht.

 

So verbinden sich Ruhrgebiet, Berlin und Brandenburg auf einem Teller – handwerklich, regional und präzise. Serviert wird die Currywurst als Teil des Menüs „Tim Raues Heiß & Kalt“ und als Teil des „HIGHEST LUNCH“ im rotierenden Restaurant Sphere Tim Raue auf dem Berliner Fernsehturm, das sich zweimal pro Stunde um die eigene Achse dreht. An der Sphere Bar auf der Aussichtsetage direkt darunter gibt es die Currywurst auch einzeln, dann jedoch ohne den fancy Curryschaum, dafür aber mit edlem Jaipur Currypulver und einem exklusiven Fernsehturm-Göffel. Ein echtes Stück Ruhrgebiet – sichtbar, schmeckbar und mit Geschichte.

 

„Dass unsere Wurst jetzt dort oben serviert wird, macht uns unglaublich stolz“, sagt Geschäftsführer und Gründer-Enkel Dirk Schulz. „Wir sind eine klassische Ruhrgebiets-Fleischerei. Kein Konzern, kein Trendprodukt. Und genau diese Wurst, die bei uns seit Jahrzehnten gleich hergestellt wird, gibt es jetzt hoch oben auf dem Berliner Fernsehturm. Das ist für uns und für den Pott ein tolles Zeichen der Anerkennung.“

 

Der Berliner Fernsehturm ist mit seinen 368 Metern das höchste Gebäude Deutschlands und das zweithöchste öffentlich zugängliche Europas. Mit über 1,2 Millionen Besucherinnen und Besuchern jährlich zählt der Fernsehturm auf dem Alexanderplatz zu den beliebtesten Attraktionen Berlins. Eine einzigartige Besonderheit ist das rotierende Restaurant „Sphere Tim Raue“, welches sich in 207 Metern Höhe zweimal pro Stunde um volle 360 Grad dreht. Es ist das höchste Drehrestaurant in der Europäischen Union. Die darunter gelegene „Sphere Bar“ kann ebenfalls über zwei Hochgeschwindigkeitsaufzüge (6 Meter pro Sekunde) erreicht werden. Der Fernsehturm ist an 363 Tagen im Jahr jeweils von 10:00 bis 23:00 Uhr geöffnet.

 

Magnicity ist der Weltmarktführer für urbane Freizeitaktivitäten in luftiger Höhe und eines der wenigen Unternehmen weltweit, das sich auf die Verwaltung von Aussichtsobservatorien spezialisiert hat. Das Unternehmen betreibt die Aussichtsplattform Paris Montparnasse (Tour Montparnasse) in Paris, Frankreich, den Berliner Fernsehturm in Berlin, Deutschland, das 360 Chicago Observation Deck im ehemaligen John Hancock Center in Chicago, Illinois, den Euromast und den Zalmhaven Tower mit dem neuen Restaurant Celest in Rotterdam. 2025 hat zusätzlich der Varso Tower in Warschau eröffnet. Seit 2023 entwickelt Magnicity die Attraktion "Spiral Tower", die Teil der CSR-Strategie von Magnicity für einen verantwortungsbewussten Städtetourismus ist, der die Umwelt und die lokalen Gemeinschaften respektiert.

 

Der 1974 in Berlin geborene Unternehmer und Spitzenkoch Tim Raue begann mit 17 Jahren seine Ausbildung zum Koch und sammelte nach erfolgreichem Abschluss anschließend Erfahrungen in verschiedenen Berliner Restaurants. Mit nur 23 Jahren übernahm er zum ersten Mal die Position des Küchenchefs. 2003 dann die erste internationale Aufgabe: Als Executive Chef und Global Culinary Advisor im Swissôtel Berlin zeichnete er für die Küche des Restaurants 44 verantwortlich und unterstützte die kulinarischen Teams der Hotelgruppe weltweit mit seiner Expertise. 2008 übernahm Raue dann die Position des Kulinarischen Direktors und Corporate Executive Chefs bei der Adlon Holding GmbH. Nur fünf Monate nach der Eröffnung des Restaurants Ma Tim Raue erkochte er dort einen Michelin-Stern.

 

„Ich weiß, was Hunger ist“ und das Kochbuch „My Way“ – ist Tim Raue auch auf dem Bildschirm erfolgreich. So ist er der bisher einzige deutsche Küchenchef, dem eine eigene Folge der NETFLIX-Erfolgsserie „Chef’s Table“ gewidmet wurde. Darüber hinaus bespielt er das beliebte TV-Format „Kitchen Impossible“ mit Tim Mälzer regelmäßig als Gast und Herausforderer und ist in der Jury des SAT1-Erfolgsformats „The Taste“. Auf der Suche nach neuen Aromen, authentischen Geschmacksnoten und emotionalen kulinarischen Momenten ist Raue seit 2021 unter dem Titel „Herr Raue reist!“ mit MagentaTV weltweit unterwegs.

 

Foto: Metzgerei Dönninghaus (c) Dirk Schulz

www.candystormpr.de

Neue Saison, neue Regeln: Darauf sollten Moped-Fahrer achten

Technik-Check, Schutzkleidung, Versicherungskennzeichen – das sollten Mopedfahrerinnen und Mopedfahrer vor dem ersten Start unbedingt prüfen

 

Mit dem Beginn des neuen Versicherungsjahres am 1. März startet traditionell auch die Mopedsaison in Deutschland. Für viele Fahrerinnen und Fahrer ist das der Moment, in dem das Moped – sofern es die Witterungsbedingungen zulassen – aus dem „Winterschlaf” geholt und bereit für den Straßenverkehr gemacht wird.

 

Ein neues Versicherungskennzeichen ist Pflicht

Allerdings gibt es einiges zu beachten: Nur wer ein gültiges, farblich zur Saison passendes Kennzeichen montiert hat, genießt Versicherungsschutz. Ohne ein neues schwarzes Kennzeichen im Verkehrsjahr 2026/2027 erlischt die Haftpflichtversicherung zum 28. Februar 2026. Ein ungültiges Kennzeichen kann nicht nur zu Bußgeldern führen, sondern bei einem Unfall auch strafrechtlicher Konsequenzen mit sich ziehen.

 

„Es kommt immer wieder vor, dass Moped-Fahrerinnen und Moped-Fahrer am 1. März und darüber hinaus mit Kennzeichen aus dem vorherigen Versicherungsjahr unterwegs sind – und auch der Absicherungsbedarf wird häufig unterschätzt”, sagt Svenja Bils, Fachspezialistin Verkaufsförderung bei der LVM Versicherung.

 

Hohe Deckungssummen bieten mehr Sicherheit

Neben dem formalen Aspekt des Kennzeichens spielt die Wahl des richtigen Versicherungsschutzes eine mindestens ebenso große Rolle. Wer nur die Mindestdeckung wählt, lässt wichtige Leistungen aus. Gerade bei Sammlerstücken wie Vespa oder Schwalbe kann eine Teilkasko sinnvoll sein – etwa zum Schutz vor Diebstahl oder Unwetterschäden. Ebenso wenig außer Acht zu lassen: Ein einziges schweres Unfallereignis – etwa, wenn ein Mopedfahrer einen Fußgänger verletzt oder einen größeren Verkehrsunfall verursacht – kann hohe Schadenssummen auslösen, die die gesetzliche Grunddeckung schnell übersteigen. Eine Haftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von mindestens 100 Millionen Euro bietet hier deutlich mehr Sicherheit. Bils betont: „Damit sind auch schwere Personen und Sachschäden zuverlässig abgedeckt – der Mehrbeitrag ist oft gering, der Schutz im Ernstfall aber entscheidend.“

 

Das ist für Fahranfänger:innen besonders wichtig

Gerade zum Saisonstart sollte der Fokus außerdem verstärkt auf die Sicherheit von Fahranfängerinnen und Fahranfängern gelegt werden. Nicht selten kommt es nach der Winterpause zu besonders vielen Unfällen. Zu beobachten ist, dass jungen Fahrerinnen und Fahrern häufig die Routine

fehlt und sie das Gefühl für Geschwindigkeit, Bremsverhalten und Gefahren im Straßenverkehr unterschätzen.

 

Trainings und Technik-Checks sind sinnvoll

Gerade für Fahranfängerinnen und Fahranfänger bietet ein freiwilliges Fahrertraining einen großen Mehrwert. Es vermittelt praktische Fähigkeiten wie sicheres Bremsen, Ausweichen oder Kurvenfahren und stärkt das Bewusstsein für Risiken im Straßenverkehr. Viele Jugendverkehrsschulen, Automobilclubs oder regionale Initiativen bieten diese Trainings kostengünstig oder sogar kostenlos an.

Ein Training ist besonders zu Saisonbeginn sinnvoll, wenn Unsicherheit oder lange Pausen das Fahrverhalten beeinflussen und zusätzliche Gefahren wie Rollsplitt, Nässe oder Schlaglöcher auftreten können.

 

Neben der persönlichen Sicherheit sollte auch das Fahrzeug selbst gründlich überprüft werden. Ein kurzer technischer Rundgang sorgt für mehr Sicherheit im Straßenverkehr und hilft, Pannen oder Unfallrisiken zu vermeiden. Dabei sollten insbesondere kontrolliert werden:

Bremsen, Beleuchtung und Blinker

Reifendruck und Reifenprofil

Batterie, Verkabelung und Elektrik

Ölstand und ggf. weitere Flüssigkeiten (modellabhängig)

 

www.lvm.de

CDA Nordrhein-Westfalen nominiert Dennis Radtke einstimmig als CDA-Bundesvorsitzenden

Der größte Landesverband des CDU-Arbeitnehmerflügels nominierte einstimmig den nordrhein-westfälischen CDU-Europaabgeordneten Dennis Radtke MdEP erneut für das Amt des Bundesvorsitzenden der CDA Deutschlands. Der 46-jährige Radtke steht seit zwei Jahren an der Spitze des CDU-Arbeitnehmerflügels. Der sozialpolitische Sprecher seiner EVP-Fraktion im Europäischen Parlament hat das Amt damals von NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann MdL übernommen. Bevor Radtke ins Europäische Parlament einzog, war er viele Jahre als Gewerkschaftssekretär tätig.

 

Neben den personellen Weichenstellungen durch die Wahl eines Neuen Bundesvorstands werden auf der CDA-Bundestagung in Marburg auch sozialpolitische Debatten im Fokus stehen.

 

Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) ist der Sozialflügel der CDU. Ihre Mitglieder engagieren sich vor allem auf Feldern der Sozialpolitik wie Arbeitsmarkt, Rente, Pflege und Gesundheit.

 

www.cda-nrw.de

Zuwachs auf vier Pfoten: Koelnmesse startet 2027 neues Messeangebot rund um das Thema Hund

Köln bekommt Zuwachs im Messekalender - und der hat vier Pfoten. Mit der spoga dog powered by ZZF startet Ende Januar 2027 erstmals eine eigene Fachmesse rund um den Hundebedarf. Vom 30. Januar bis 1. Februar 2027 wird Köln damit zum Treffpunkt für Hersteller, Händler und Marken, die Produkte für den beliebtesten tierischen Begleiter der Deutschen entwickeln.

 

Die neue Messe findet parallel zur spoga horse statt und ergänzt das bestehende Messeangebot der Koelnmesse. Unterstützt wird das neue Format vom ZZF - Zentralverband der Heimtierbranche, der seine Branchenexpertise einbringt und die spoga dog als Partner begleitet. Künftig soll die Messe alle zwei Jahre stattfinden.

 

Eigene Bühne für einen wachsenden Markt

Der Markt rund um den Hundebedarf boomt, nun bekommt er eine eigene Plattform. Mit der spoga dog reagiert die Koelnmesse auf eine Entwicklung, die sich seit Jahren abzeichnet: Immer mehr Unternehmen bewegen sich im Premiumsegment rund um Zubehör, Ernährung, Pflege, Gesundheit sowie Sicherheit und Transport für Hunde. Gleichzeitig gibt es eine große Überschneidung zwischen Reit- und Hundeszene, denn viele Pferdehalter sind zugleich Hundebesitzer.

 

Genau hier setzt das neue Messeformat an. Während die spoga horse weiterhin in den Hallen 7 und 8 stattfindet, wird die spoga dog ab 2027 in Halle 6 ihre Heimat finden. Das sorgt für eine klare inhaltliche und räumliche Trennung, bündelt aber dennoch Synergien - dank kurzer Wege und der emotionalen Verbundenheit von Halterinnen und Haltern mit beiden Tierwelten.

 

Branchenplattform mit klarem Business-Fokus

Die spoga dog versteht sich als eigenständige Fachmesse. Ansprechen soll sie sowohl etablierte Hersteller als auch junge Unternehmen, die innovative Produkte für den Hundemarkt entwickeln. Von Futter und Pflege über Zubehör und Sicherheit bis hin zu Transportlösungen bildet das Format die gesamte Bandbreite des Hundebedarfs ab.

 

"Als Koelnmesse sind wir stark darin, Trends frühzeitig zu erkennen und dazu passende Plattformen aufzusetzen", sagt Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse GmbH. "Mit der spoga dog greifen wir eine Entwicklung auf, die sich seit Jahren verstärkt: Die Schnittmenge zwischen Reitsportlern und Hundebegeisterten wächst stetig. Für diese Zielgruppe ist ein attraktives Premiumsegment entstanden - und genau für dieses schaffen wir nun erstmals eine eigene Messe."

 

Rückenwind aus der Branche

Aus der Heimtierbranche kommt positives Feedback auf das neue Format. So sieht der ZZF in der spoga dog eine wichtige Ergänzung im Messemarkt. "Mit der Kombination aus beiden Themenwelten wird eine B2B-Plattform geschaffen, bei der Fachhändler und Hersteller effizient erreicht werden: Huf und Pfote gehen damit ein neues Match ein", erklärt ZZF-Geschäftsführer Gordon Bonnet.

 

Dass der Bedarf für ein eigenständiges Format vorhanden ist, zeigt das große Interesse aus dem Markt: Nationale wie internationale Marken signalisieren bereits früh ihre Teilnahmebereitschaft. Auch bestehende Aussteller der spoga horse begrüßen die Erweiterung.

 

Startschuss 2027

Die Vorbereitungen für die Premiere laufen bereits. Die Anmeldephase für Aussteller startet in Kürze, weitere Details zum Konzept und Rahmenprogramm folgen in den kommenden Monaten.

 

Foto: Messe mit Wau-Effekt: Auf der spoga dog dreht sich alles um die Welt des Hundes. Von Ende Januar 2027 an wird Köln damit zum Treffpunkt für Händler, Marken und Herstellende, die Produkte für die besten Freunde des Menschen entwickeln

 

www.koelnmesse.de 

 

 

Alarmierende Gesetzeslücke schließen: Cannabis nur nach ärztlicher Diagnose

Der Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages prüft am 14. Januar den Gesetzesentwurf zur Änderung des Medizinal-Cannabisgesetzes (MedCanG). Hintergrund: Seit der Teillegalisierung 2024 ist die Zahl der ärztlichen Verordnungen von medizinischem Cannabis stark gestiegen. Dabei hat sich die Praxis etabliert, dass viele Cannabis-Rezepte online, ohne persönliche ärztliche Untersuchung, ohne leitliniengerechte Abklärung alternativer Therapien und ohne kontinuierliche fachärztliche Begleitung ausgestellt werden. Erschwerend kommt hinzu, dass Medizinal-Cannabis einen deutlich höheren Wirkstoffgehalt aufweist als Cannabisprodukte, die nicht medizinisch abgegebenen werden.

 

Jede Fahrt ein rollendes Pulverfass

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) begrüßt den Gesetzentwurf und hofft, dass die sicherheitsrelevanten Regelungen im Gesetz ohne Abstriche verabschiedet werden. Manfred Wirsch, Präsident des DVR, sagt: „Jede Cannabis-Fahrt ohne ärztliche Kontrolle ist ein rollendes Pulverfass auf unseren Straßen. Kinder auf dem Schulweg, Familien im Berufsverkehr – alle sind gefährdet. Der DVR begrüßt, dass der Gesundheitsausschuss im Gesetzgebungsprozess diesem Risiko einen Riegel vorschieben und damit Menschenleben retten will.“

 

Forderungen des DVR

Der DVR fordert klare gesetzliche Regelungen, die sowohl die Verkehrssicherheit als auch den Patientenschutz gewährleisten.

 

Konsumenten von Medizinal-Cannabis sollen Ärzte, Ärztinnen, Apotheker und Apothekerinnen persönlich aufsuchen. Digitale Verschreibungsmodelle ohne persönliche Untersuchung und Diagnose sind auszuschließen, um Missbrauch und Abhängigkeit zu verhindern. Vor einer Cannabisverordnung müssen Ärztinnen und Ärzte alternative Therapien prüfen, ihre Patientinnen und Patienten über mögliche Beeinträchtigungen bei der Teilnahme am Straßenverkehr aufklären und nach erfolgter Verordnung eine kontinuierliche Betreuung sicherstellen.

 

Die Polizei muss über ein praktikables, standardisiertes und rechtssicheres Verfahren verfügen, um prüfen zu können, ob eine vorgelegte Cannabisverordnung echt ist und eine Fahrt unter THC-Einfluss zulässig ist. Hier ist der Gesetzgeber noch gefragt, einen geeigneten fälschungssicheren Nachweis einzuführen.

 

Auch die Problematik der Cannabis-Grenzwerte muss bundeseinheitlich neu geregelt werden. Derzeit nehmen auch Cannabis-Patientinnen und -Patienten am Straßenverkehr teil, deren THC-Werte – insbesondere bei nicht ärztlich abgestimmter Dosierung – über den geltenden gesetzlichen Grenzwerten liegen. Durch die Sonderstellung von Cannabis als Medikament entstehen erhebliche Rechtsunsicherheiten.

 

Aufklärungskampagne dringend erforderlich

Mit seiner Präventionskampagne „High lässt fahren“ klärt der DVR seit 2024 insbesondere die Hochrisikogruppe junger Verkehrsteilnehmender bundesweit über die Gefahren von Cannabis im Straßenverkehr auf. Das reicht jedoch nicht. Laut einer Umfrage im Auftrag des DVR weiß die Hälfte der 18-24-Jährigen nicht, dass während der Führerschein-Probezeit und unter 21 Jahren ein absolutes Konsumverbot gilt. Zudem kennen rund 60 Prozent der Befragten die empfohlene Wartezeit von 24 Stunden zwischen Cannabis-Konsum und Verkehrsteilnahme nicht.

 

„Die Zahlen sind alarmierend“, sagt Manfred Wirsch. „Es ist unverantwortlich, dass so viele junge Menschen die Risiken von Cannabis am Steuer nicht kennen. Die Bundesregierung muss ihr Engagement in der Aufklärungsarbeit dringend verstärken – sonst stehen Menschenleben auf dem Spiel.“

 

Weiterführende Informationen unter www.dvr.de

 

 

Diese Führerscheine müssen umgetauscht werden

Bis 2033 müssen Führerscheine, die vor 2013 ausgestellt wurden, in den neuen EU-Führerschein umgetauscht werden. Nächster Stichtag: der 19. Januar 2026. Mehr zu den Fristen, benötigten Unterlagen und Folgen bei verspätetem Umtausch hier im Überblick.

 

Mit der Befristung der neuen Führerscheine sollen Fälschungen erschwert werden, da Passfoto und Personendaten regelmäßig aktualisiert werden.

 

Ob grauer Lappen, rosa Pappe oder weiße Plastikkarte: Nach der Dritten EU-Führerscheinrichtlinie sind bis zum 19. Januar 2033 alle Pkw- und Motorradführerscheine, die vor dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurden, in den neuen EU-Führerschein umzutauschen. So soll sichergestellt werden, dass alle in der EU noch in Umlauf befindlichen Führerscheine ein einheitliches und fälschungssicheres Muster erhalten.

Ob grauer Lappen, rosa Pappe oder weiße Plastikkarte: Nach der Dritten EU-Führerscheinrichtlinie sind bis zum 19. Januar 2033 alle Pkw- und Motorradführerscheine, die vor dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurden, in den neuen EU-Führerschein umzutauschen. So soll sichergestellt werden, dass alle in der EU noch in Umlauf befindlichen Führerscheine ein einheitliches und fälschungssicheres Muster erhalten.

Für den Führerschein-Umtausch gelten in Deutschland gestaffelte Fristen.


Bei Führerscheinen mit Ausstellungsdatum ab dem 1. Januar 1999 gilt das Ausstellungsjahr des Führerscheins:

 

Wo finde ich das Ausstellungsdatum? Das Ausstellungsdatum des Kartenführerscheins ist auf der Vorderseite im Feld 4a eingetragen.

 

Was gibt es beim Führerschein-Umtausch zu beachten?  Alle Informationen unter    www.bmv.de

Foto: Bundesregierung/Stutterheim

 

Neu in 2026: Was sich in Europa ändert

Im Jahr 2026 treten einige neue Regelungen in Kraft, die den Verbraucherschutz in Europa stärken und den Alltag vieler Menschen in Europa erleichtern sollen. Das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) Deutschland gibt einen Überblick über die wichtigsten Neuerungen.

2026 im Blick: Foto: Adobe Stock / OleCNX

 

Euro-Einführung in Bulgarien: Reisen und Bezahlen werden einfacher

Zum 1. Januar 2026 führt Bulgarien den Euro ein und wird damit das 21. Mitglied der Eurozone. Für Reisende bringt dies Vorteile: So ist kein Geldwechsel mehr notwendig, keine Gebühren für Fremdwährungstransaktionen, kein Risiko von Wechselkursschwankungen. Sei es vor Ort oder beim Onlineshopping – Preise können einfach verglichen werden.

Während einer einmonatigen Übergangsfrist kann noch mit Euro und Lew bezahlt werden. Ab 1. Februar 2026 ist der Lew kein gesetzliches Zahlungsmittel mehr. Alte Lew-Banknoten können ab 2026 nur noch in Bulgarien, u. a. bei Banken und Postämtern, umgetauscht werden. Weitere Informationen bietet das offizielle Informationsportal zur Einführung des Euro in Bulgarien.


Mehr Rechte bei der Reparatur von Elektrogeräten

Mit der EU-Richtlinie (EU) 2024/1799, die die EU-Mitgliedstaaten bis 31. Juli 2026 in nationales Recht umsetzen müssen, wird das Recht auf Reparatur von Elektrogeräten deutlich gestärkt. Ziel ist es, die Lebensdauer von Produkten zu verlängern und Reparaturen einfacher zugänglich zu machen.

Hersteller bestimmter Produktgruppen – darunter Smartphones, Tablets, Waschmaschinen, Geschirrspüler, Staubsauger – müssen künftig auch nach Ablauf der zweijährigen Gewährleistung Reparaturen anbieten. Die Kosten sind vom Käufer zu tragen, die Preise müssen jedoch fair, angemessen und transparent sein. Entscheidet sich ein Verbraucher innerhalb der gesetzlichen Gewährleistungsfrist für die Reparatur statt für einen Austausch, sieht die Richtlinie vor, dass sich die Gewährleistungsfrist einmalig um zwölf Monate verlängert. Mehr zum Recht auf Reparatur.


Elektronischer Widerrufsbutton: Widerrufen wird so einfach wie bestellen

Deutschland führt 2026 den elektronischen Widerrufsbutton ein. Online-Händler müssen ihren Kundinnen und Kunden dann mit einem gut sichtbaren und leicht auffindbaren Button auf der Website die Möglichkeit bieten, den Kauf per Klick zu widerrufen.

Auch ausländische Händler müssen sich daran halten, wenn der Shop sich nachweislich an deutsche Verbraucher richtet, z. B. wenn die Webseite in deutscher Sprache ist, der Versand nach Deutschland erfolgt oder es eine .de-Domain gibt. Die gesetzliche Verpflichtung gilt ab 19. Juni 2026. Verbraucher sollten daher bei ausländischen Shops stets prüfen, ob diese Elemente vorhanden sind. Mehr zum Thema Widerrufsrecht.

 

Zu unterscheiden vom elektronischen Widerrufsbutton ist der Kündigungsbutton. Dieser betrifft die Kündigung von online abgeschlossenen Abonnements.


Neues EU-Gewährleistungs- und Garantielabel

Mehr Transparenz bei Produktinformationen ist das Ziel des einheitlichen EU-Gewährleistungslabels, zu dem Händler in der EU ab 27. September 2026 verpflichtet werden. Damit sollen Verbraucherinnen und Verbraucher auf einen Blick erkennen können, welche Rechte sie haben.

 

Das einheitliche EU-Label (hier ein EU-Dokument mit Entwurf eines Musters, PDF) muss Angaben zur zweijährigen Mindestgewährleistung enthalten, dazu den Hinweis, dass die nationale Gewährleistungsdauer in einigen EU-Ländern länger sein kann. Außerdem klare Informationen zu den Rechten bei Mängeln (Reparatur, Ersatz, Minderung, Rückerstattung) sowie einen QR-Code zu einer EU-Informationsseite über Gewährleistungsrechte und nationale Besonderheiten. Bei zusätzlich bestehenden Herstellergarantien kommt die Pflicht zu einem separaten Garantielabel hinzu. Mehr zum Thema gesetzliche Gewährleistung.


Neues Verbraucherkreditrecht: Mehr Schutz bei Kleinkrediten und „Buy Now, Pay Later“

Die neuen Regelungen der EU-Verbraucherkreditrichtlinie (EU) 2023/2225 sollen ab 20. November 2026 für neue Kreditverträge gelten, die Umsetzung in nationales Recht in Deutschland erfolgt zurzeit. Sie bringt wichtige Änderungen – besonders für digitale Kreditmodelle. Die neuen Regeln gelten etwa für Kleinkredite unter 200 Euro, kurzfristige zins- oder gebührenfreie Kredite sowie „Buy Now, Pay Later“-Angebote. So müssen Anbieter etwa Kosten und Bedingungen klar und verständlich darlegen. Weiter müssen sie die Kreditwürdigkeit sorgfältiger überprüfen. Werbung, die suggeriert, dass die Kreditaufnahme die eigene finanzielle Situation verbessere, soll eingeschränkt werden.Das Ziel: Überschuldung verhindern und Verbraucherinnen und Verbraucher besser vor aggressiven oder intransparenten Angeboten schützen.

 

 

 

Die geopolitische Neuordnung der Welt - und was machen wir? 

Als heute die Sirenen zum deutschen Warntag angingen, musste ich mich sofort an die Rede von Frau Dr. Claudia Major gestern zum 30. Herner Forum erinnern.

 

Mit Frau Dr. Claudia Major hatte die Herner Sparkasse eine Politikwissenschaftlerin und renommierte und gefragte Expertin für Sicherheits- und Verteidigungspolitik in Europa eingeladen.

 

Seit dem März 2025 ist Dr. Claudia Major Senior Vice President für Transatlantische Sicherheitsinitiativen im Exekutivteam des German Marshall Fund. Zuvor war Sie Forschungsgruppenleiterin bei der Stiftung Wissenschaft und Politik. Da die Stiftung nicht nur den Bundestag und die Bundesregierung berät, sondern auch die EU und die NATO, macht sie diese Position zu einer der einflussreichsten Expertinnen auf ihrem Gebiet weltweit.

 

Unter dem Motto „Die geopolitische Neuordnung der Welt - welche Rolle spielen Deutschland und Europa?“ hielt sie den anwesenden Gästen den Spiegel vor.  Der russische Krieg gegen die Ukraine hat auf Nato- und EU-Gebiet übergegriffen. Die Lage wird gefährlicher. Sachlich sprach sie über die Chancen von Verhandlungen und deutsche Versäumnisse. Dabei sprach sie aber auch direkt alle Anwesenden an mit der Frage, haben sie alle schon ihre eigenen Hausaufgaben gemacht, wenn es einmal ernst wird?  Weiß ihre Familie zu welchem Schutzraum sie hingehen muss oder habt ihr genug Wasser im Keller, um ein paar Tage durchzuhalten?

 

Da wurde mir persönlich auch ein bisschen mulmig und im Kulturzentrum konnte man eine Stecknadel fallen hören, so still ist es auf einmal geworden. Aber sie entließ die Gäste nicht mit einem unguten Gefühl, sondern mit einer klaren Analyse und dem Hinweis, dass die Politiker aller EU-Länder an einer Lösung arbeiten. Denn Rückzug ist keine Option also runter von Couch und an unserer neuen geopolitischen Neuordnung der Welt mitarbeiten.

 

Danke, Frau Dr. Claudia Major für diesen sehr interessanten Vortrag.

 

/Cornelia Dahl-Jörgensen

 

Unsere Kinder verlernen, ordentlich zu sprechen, etwas auszudiskutieren oder einfach sprachlich zu kommunizieren 

KKH: Zunahme von Sprach- und Sprechstörungen bei Heranwachsenden alarmierend

Mutter oder Vater schiebt seinen Nachwuchs in der Sportkarre. Dabei Check der Nachrichten auf dem Mobiltelefon. Blickkontakt und Sprechen mit dem Kind: Fehlanzeige.

 

Szenenwechsel: Schulkinder schauen auf dem Pausenhof auf ihr Smartphone statt sich mit Gleichaltrigen auszutauschen.

 

Dies sind nur zwei typische Alltagssituationen, in denen virtuelle Kommunikation an die Stelle direkter Zwiegespräche tritt – mit möglichen Folgen für die Sprachentwicklung Heranwachsender. Und die scheint laut Daten der KKH Kaufmännische Krankenkasse immer häufiger aus dem Lot zu geraten. Demnach stieg der Anteil der Sechs- bis 18-Jährigen mit Sprach- und Sprechstörungen von 2008 auf 2023 um rund 77 Prozent. Bundesweit waren 8,6 Prozent der Heranwachsenden in 2023 betroffen, sprich etwa jedes 15. Mädchen und jeder zehnte Junge. Bei den Sechs- bis Zehnjährigen litt sogar rund jedes sechste Kind unter behandlungsbedürftigen Sprachdefiziten wie Problemen bei der Laut- und Satzbildung, begrenztem Vokabular oder auch Grammatikschwächen.

 

Für Vijitha Sanjivkumar vom Kompetenzteam Medizin der KKH sind das alarmierende Zahlen, denn: „Sprache ist der Grundpfeiler für die persönliche Entwicklung eines Menschen. Sie ist das Medium, in dem wir uns unterhalten, lesen und schreiben, denken und fühlen, rechnen und mittlerweile auch digital kommunizieren, zum Beispiel per Mail oder in sozialen Netzwerken. Sie ermöglicht nicht nur zu kommunizieren, sondern auch die Welt zu verstehen, Wissen zu erwerben und soziale Beziehungen zu knüpfen. Deshalb ist es wichtig, dass Eltern von Beginn an gezielt die Sprachentwicklung ihres Kindes unterstützen.“ Das bedeutet: im Alltag kontinuierlich altersgerechte Sprachreize anzubieten – sei es in Form von Gesprächen, Geschichten vorlesen, gemeinsamem Singen oder auch Puppen- und Rollenspielen.  Die KKH bietet für versicherte Kinder mit phonetischen bzw. phonologischen Störungen zur Unterstützung einer logopädischen Therapie die Artikulations-App Neolexon an.

 

Aber wir Medien müssen uns auch einmal an die eigene Nase fassen. Diese Whatsup-Sprache und noch schlimmer, diese unsinnigen Abkürzungen, wie Tanke, Mucke, Friese, Schalte etc.  unterminieren nur den Grundwert unserer Sprache. Also, aufgepasst, wie wir uns präsentieren, damit die Kinder sich wieder richtig ausdrücken können. /Cornelia Dahl-Jörgensen

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